• 23.02.2006, 16:02:34
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Waldforum: Österreich drängt auf inhaltlichen Abschluss

Internationales Treffen zum Schutz des Waldes geht in die zweite Woche

Wien/New York (OTS) - "Angesichts der fortschreitenden
Waldverluste stellt sich jedoch die Frage, worauf man eigentlich noch
warten will", sagte Gerhard Mannsberger, Leiter der Forstsektion im
Lebensministerium. Der österreichischen Delegation kommt bei den
Verhandlungen auf Grund der EU-Präsidentschaft Österreichs eine
besonders wichtige Rolle zu. Die EU versucht, die Verhandlungen zu
allen wichtigen Themen bereits bei dieser Sitzung abzuschließen, um
eine Fortsetzung eines reinen Diskussionsprozesses zu verhindern.
Wichtigen Ländergruppen gehen diese Wünsche der EU jedoch zu weit
bzw. scheint ihnen die Zeit noch nicht reif genug. Dies teilt das
Lebensministerium mit.****

Derzeit findet in New York die sechste Sitzung des UN Waldforums
(UNFF) statt. Ziel ist es die bei der vorigen Sitzung im Mai 2005
ergebnislos abgebrochenen Verhandlungen fortzuführen und
abzuschließen.

Konkret geht es darum, die Effektivität des im Jahr 2000
eingerichteten Internationalen Waldarrangements (International
Arrangement on Forests (IAF)) bestehend aus UNFF und der
Collaborative Partnership on Forests (CPF) zu bewerten und darüber zu
entscheiden, mit welcher inhaltlichen Ausrichtung und welcher
Rechtsform es weitergeführt werden soll. Die Verhandlungen darüber
wurden deshalb vor sechs Jahren unterbrochen, weil es in wesentlichen
Punkten keine Einigung gab.

Zu Beginn der zweiten Verhandlungswoche verstärkt Österreich in
seiner Rolle als EU-Ratspräsidentschaft den Druck auf das Forum. Eine
der zentralen Forderungen ist die Stärkung des IAF sowie ein
umsetzungsorientiertes Instrument zur Sicherstellung einer weltweiten
nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Damit soll der nunmehr bereits 15
Jahre dauernde Diskussionsprozess in eine konkrete Phase übergeführt
werden. Die wichtigsten Ziele sind die Bekämpfung der
fortschreitenden globalen Rodung, die Stärkung der Rolle des Waldes
als Instrument zur Armutsbekämpfung, sowie die Ausweitung der
nachhaltig bewirtschafteten Waldflächen. Diese globalen Ziele sollen
durch Maßnahmen umgesetzt werden, die im Rahmen von nationalen
Waldprogrammen zu formulieren sind. Österreich nimmt in diesem
Bereich mit dem Beschluss über ein Waldprogramm im Dezember 2005 eine
internationale Vorreiterrolle ein.

Die schwierigen Verhandlungen, die am 10. Februar begonnen haben,
werden derzeit in zwei Arbeitsgruppen fortgesetzt. Die eine
Arbeitgruppe behandelt die Präambel der künftigen Resolution, die
Frage nach dem generellen Mandat für die Zukunft, den rechtlichen
Rahmen, die Ziele sowie das zukünftige Instrument. Die zweite
Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Umsetzungsmethoden, verbesserter
Zusammenarbeit sowie der Finanzierung des künftigen globalen
Waldregimes.Den tatsächlichen Erfolg der Verhandlungen wird man daher
erst am 24. Februar beurteilen können.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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