Strache verlangt Ausstieg aus Euratom-Vertrag

Österreich finanziert Nukleartechnik

Wien (OTS) - FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache fordert Bundeskanzler Schüssel auf, den Ausstieg Österreichs aus dem Euratom-Vertrag vorzubereiten. Die bisherige Argumentation des Kanzlers, wonach durch die Zahlungen Österreichs die Sicherheit bestehender Kernkraftwerke gewährleistet würde, sei schlichtweg falsch.

Der Euratom-Vertrag sieht eine Förderung der Forschung auf dem Nukleargebiet sowie die Versorgung der EU mit spaltbaren Stoffen über eine Versorgungsagentur vor. "Ich sehe nicht ein", erklärte Strache, "daß Österreich dafür weiter zur Kasse gebeten werden soll. Rund 100 Millionen Euro hat Österreich bisher für Euratom springen lassen."

Offiziell dient der Euroatom-Vertrag der gegenseitigen Kontrolle der Mitgliedsstaaten im Rahmen der Nukleartechnik. "In Wirklichkeit subventionieren wir damit die Atomlobby", erklärte Strache. "Schüssel hat sicherzustellen, daß kein Cent aus österreichischem Steuergeld für Euratom verschwendet wird. Ich darf daran erinnern, daß wir schon einmal belogen worden sind, als behauptet wurde, daß nur ein EU-Beitritt Tschechiens eine Lösung des Temelin-Problems möglich macht. Das Gegenteil ist der Fall."

Rückfragen & Kontakt:

Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl
Bundespressereferent
+43-664-4401629
karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFP0003