• 23.02.2006, 11:00:54
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Strache verlangt Ausstieg aus Euratom-Vertrag

Österreich finanziert Nukleartechnik

Wien (OTS) - FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache fordert
Bundeskanzler Schüssel auf, den Ausstieg Österreichs aus dem
Euratom-Vertrag vorzubereiten. Die bisherige Argumentation des
Kanzlers, wonach durch die Zahlungen Österreichs die Sicherheit
bestehender Kernkraftwerke gewährleistet würde, sei schlichtweg
falsch.

Der Euratom-Vertrag sieht eine Förderung der Forschung auf dem
Nukleargebiet sowie die Versorgung der EU mit spaltbaren Stoffen über
eine Versorgungsagentur vor. "Ich sehe nicht ein", erklärte Strache,
"daß Österreich dafür weiter zur Kasse gebeten werden soll. Rund 100
Millionen Euro hat Österreich bisher für Euratom springen lassen."

Offiziell dient der Euroatom-Vertrag der gegenseitigen Kontrolle der
Mitgliedsstaaten im Rahmen der Nukleartechnik. "In Wirklichkeit
subventionieren wir damit die Atomlobby", erklärte Strache. "Schüssel
hat sicherzustellen, daß kein Cent aus österreichischem Steuergeld
für Euratom verschwendet wird. Ich darf daran erinnern, daß wir schon
einmal belogen worden sind, als behauptet wurde, daß nur ein
EU-Beitritt Tschechiens eine Lösung des Temelin-Problems möglich
macht. Das Gegenteil ist der Fall."

Rückfragehinweis:
Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl
Bundespressereferent
+43-664-4401629
[email protected]

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