• 22.02.2006, 11:40:58
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Vogelgrippe - BZÖ-Grosz fordert Rücktritt von VP-Landesrat Seitinger

Tierschutzhaus Arche Noah ist nicht Sündenbock für Katastrophenmanagement

Graz (OTS) - "Es ist sagenhaft und zutiefst fadenscheinig, wie ein
Agrarlandesrat hier versucht, sein eigenes Chaosmanagement rund um
die Vogelgrippe in der Steiermark den ehrenamtlichen Tierschützern
der Arche Noah in die Schuhe zu schieben. Die heutigen Ankündigungen
dieses Landesrates in der Kleinen Zeitung sind an Überheblichkeit
jedenfalls nicht zu überbieten. Anstatt beim ersten Verdachtsfall
bereits eine Stallpflicht für die gesamte Steiermark zu verhängen,
haben es gerade Seitinger & Co. zu verantworten, dass die steirische
Geflügelwirtschaft in unzumutbarer Weise fast eine Woche
unzureichenden Schutzmaßnahmen ausgesetzt war. Nunmehr großspurig
anzukündigen und zu drohen, man werde mit dem Obmann des Grazer
Tierschutzhauses Arche Noah wegen der Aufnahme eines kranken Tieres
ein ernstes Wort wechseln, ist mehr als fadenscheinig", so der
steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz zur aktuellen Diskussion rund um den
Vogelgrippe-Fall im Tierschutzhaus Arche Noah. ****

"Landeshauptmann Voves sollte lieber mit Seitinger ein ernstes
Gespräch führen, das aus unserer Sicht ja nur in einem Rücktritt
dieses scheinbar erfolglosen Landesrates münden kann.
Landwirtschaftspolitik endet nicht mit dem Besuch des
Bauernbundballes oder der Stainzer Schilchertage, Herr Seitinger.
Hier ein Tierschutzhaus verantwortlichen zu machen, das einfach der
Verpflichtung dem Tierschutz gegenüber nachgekommen ist, ist mehr als
fadenscheinig und verlogen. Es wäre daher eigentlich zu überprüfen,
ob Landesrat Seitinger überhaupt am Tag des ersten Verdachtsfalles
pflichtgemäß die entsprechenden Verordnungen kundgemacht hat, um
solchen Einrichtungen damit die erforderlichen Informationen zukommen
zu lassen. Viel interessanter wird es in Zukunft sein, gerade diese
Schwächen der nunmehrigen Veterinärverwaltung auf Landes- als auch
auf Bundesebene zu durchleuchten. Hier hat man scheinbar in einem
sehr sensiblen Bereich der Gesundheitssicherheit mit Lobbyisten und
Agrarfunktionären den Bock zum Gärtner gemacht", so Grosz
abschließend. (Schluß)

Rückfragehinweis:
BZÖ Steiermark

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZO

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