• 22.02.2006, 11:14:26
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Grüne Wien: Bevölkerung muss zu geplanter Volksgarage am St. Elisabeth-Platz befragt werden

Ruheoase in Wieden darf nicht zerstört werden

Wien (OTS) - Schlecht gelaufen ist die gestrige
Informationsveranstaltung für die Bezirksvorsteherin des 4. Bezirks,
Susanne Reichard, zu der sie die AnrainerInnen in den vollen
Pfarrsaal am St. Elisabeth-Platz eingeladen hatte. In verschiedenen
Medien hatte sie schon "grünes Licht" für die rollende
Volksgaragenbau-Maschinerie signalisiert. Gestern sahen sich die
Bezirksvorsteherin und ihre Vertreter von SP und VP mit massiven
Widerstand der dort wohnenden Bevölkerung und konfrontiert. Der von
der Politik zitierte Parkplatzbedarf ist für die BewohnerInnen um den
idyllischen und ruhigen Platz keineswegs nachvollziehbar, und die
informationswilligen AnrainerInnen konnten beim besten Willen keinen
Vorteil in der unnötigen Garagenbauwut der Stadt Wien sehen.

"Wir Grüne haben seit vorangegangenen Garagenprojekten immer dafür
plädiert, bei den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen anzusetzen, und
die Gelder für den Garagenbau gerade in diesem, mit öffentlichem
Verkehr unterversorgten Grätzel für die Nahversorgung zu investieren.
Wir fordern ein längst überfälliges Umdenken, statt das Heil im
Garagenbau und Park- und Platzzerstören zu suchen", betont die
Sprecherin der Wiedner Grünen, Barbara Neuroth, die selbst über den
"Garagenwiderstand" in die Bezirkspolitik gekommen ist.

"Wir kritisieren nicht nur die fragwürdige Förderungspolitik für die
Volksgaragen, sondern verlangen die Befragung, der von so einem
Garagenbau am St. Elisabeth-Platz betroffenen AnrainerInnen und
Geschäftstreibenden, meint dazu der Gemeinderat der Grünen Wien,
Rüdiger Maresch. So könnte noch ein "geordneter Rückzug" aus einem
unnötigen und teuren Garagenprojekt vollzogen werden."Es dürfen keine
politischen Entscheidungen über die Köpfe der betroffenen
AnwohnerInnen hinweg gefällt werden, das "Demokratiespielen" ist
durchschaut worden, das muss die Bezirkspolitik endlich zur Kenntnis
nehmen. Der bewundernswerte Widerstand bei unseren Nachbarn im
Margaretner Bacherpark sollte der Bezirksvorstehung ein warnendes
Beispiel sein", schließt Neuroth.

Rückfragehinweis:

Pressereferat
   Erik Helleis
   Tel.: (++43-1) 4000 - 81766
   Mobil: 0664 52 16 831 
   mailto: [email protected]
   http://wien.gruene.at

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