Grüne Wien: Bevölkerung muss zu geplanter Volksgarage am St. Elisabeth-Platz befragt werden

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Wien (OTS) - Schlecht gelaufen ist die gestrige Informationsveranstaltung für die Bezirksvorsteherin des 4. Bezirks, Susanne Reichard, zu der sie die AnrainerInnen in den vollen Pfarrsaal am St. Elisabeth-Platz eingeladen hatte. In verschiedenen Medien hatte sie schon "grünes Licht" für die rollende Volksgaragenbau-Maschinerie signalisiert. Gestern sahen sich die Bezirksvorsteherin und ihre Vertreter von SP und VP mit massiven Widerstand der dort wohnenden Bevölkerung und konfrontiert. Der von der Politik zitierte Parkplatzbedarf ist für die BewohnerInnen um den idyllischen und ruhigen Platz keineswegs nachvollziehbar, und die informationswilligen AnrainerInnen konnten beim besten Willen keinen Vorteil in der unnötigen Garagenbauwut der Stadt Wien sehen.

"Wir Grüne haben seit vorangegangenen Garagenprojekten immer dafür plädiert, bei den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen anzusetzen, und die Gelder für den Garagenbau gerade in diesem, mit öffentlichem Verkehr unterversorgten Grätzel für die Nahversorgung zu investieren. Wir fordern ein längst überfälliges Umdenken, statt das Heil im Garagenbau und Park- und Platzzerstören zu suchen", betont die Sprecherin der Wiedner Grünen, Barbara Neuroth, die selbst über den "Garagenwiderstand" in die Bezirkspolitik gekommen ist.

"Wir kritisieren nicht nur die fragwürdige Förderungspolitik für die Volksgaragen, sondern verlangen die Befragung, der von so einem Garagenbau am St. Elisabeth-Platz betroffenen AnrainerInnen und Geschäftstreibenden, meint dazu der Gemeinderat der Grünen Wien, Rüdiger Maresch. So könnte noch ein "geordneter Rückzug" aus einem unnötigen und teuren Garagenprojekt vollzogen werden."Es dürfen keine politischen Entscheidungen über die Köpfe der betroffenen AnwohnerInnen hinweg gefällt werden, das "Demokratiespielen" ist durchschaut worden, das muss die Bezirkspolitik endlich zur Kenntnis nehmen. Der bewundernswerte Widerstand bei unseren Nachbarn im Margaretner Bacherpark sollte der Bezirksvorstehung ein warnendes Beispiel sein", schließt Neuroth.

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