Mobiler Hospizdienst ist finanzierbar

Bestmögliche Schmerztherapie und hochqualitative Pflege bis zuletzt zu Hause

Wien (OTS) - Mobile Hospizdienste sind durchaus finanzierbar, das ist das Ergebnis der aktuellen Evaluierungsstudie des Mobilen Hospiz Rennweg. Die Studie mit dem Titel "Kostbare Mobile Hospizbetreuung" beinhaltet eine qualitative und quantitative Erfassung der mobilen Betreuungsleistung durch das "Mobile Hospiz Rennweg" über den Zeitraum von zehn Monaten. Die Durchschnittskosten der Betreuung und Begleitung eines unheilbar krebskranken Menschen bis zuletzt zu Hause betragen 1070,- Euro, - damit kann der sehnlichste, letzte Wunsch schwerstkranker Menschen erfüllt werden.

Dem Wunsch nach Pflege zu Hause bis zuletzt kann entsprochen werden

Laut der aktuellen Studie sei die mobile Pflege durchaus machbar. Wie die Projektleiterin Christine Hintermayer sagte, gehe aus der Studie hervor, dass "dem Wunsch der Menschen, bis zuletzt Betreuung zu Hause zu bekommen, entsprochen werden kann". Damit sich die durch das Mobile Hospiz betreuten Menschen sicher fühlen, gibt es eine Rund-um-die-Uhr Rufbereitschaft und in einer Akutsituation gibt es eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem stationären CS Hospiz Rennweg.

Das CS Hospiz Rennweg ist der einzige Anbieter in Wien, der eine mobile und stationäre Betreuung aus einer Hand ermöglicht. Beide Einrichtungen werden in Kooperation mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien geführt.

Sowohl der Betrieb des Mobilen Hospiz Rennweg als auch die Studie wurde vom Fonds Soziales Wien gefördert. Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien: "Es hat sich gezeigt, dass der mobile Hospizdienst ein Zukunftsmodell für die Weiterentwicklung der Hospizbetreuung in ganz Österreich ist."

Mobiler Hospizdienst ist finanzierbar - Evaluierungsstudie

Das Team des Mobilen Hospiz Rennweg ist für die Patienten zu Hause da. Im Rahmen einer 10monatigen Evaluierungsstudie wurde erhoben, welche Kosten für welche Leistung benötigt werden. Rund 86 Prozent der erbrachten Leistungen entfallen auf die Pflege, während die ärztliche Betreuung etwa 10 Prozent, der sozial pastorale Dienst vier Prozent der Zeit in Anspruch nehmen. Jeder Patient wurde im Durchschnitt 25 Stunden betreut. Die durchschnittlichen Kosten betrugen im Erhebungszeitraum pro Person etwa 1.070 Euro.
Robert Oberndorfer, Geschäftsführer : "Dieser Wert ist eine beherrschbare Summe, die in einer solidarischen Gesellschaft finanzierbar sein muss, um ein Verabschieden in Würde und Geborgenheit aus dieser Welt zu ermöglichen. 45 % der anfallenden Kosten können derzeit im Rahmen der Sozialhilfe über den Fonds Soziales Wien abgerechnet werden. 55 % sind in diesem System nicht über ein Abrechnungssystem verrechenbar, vor allem sind dies Leistungen des Casemanagement (Organisation eines Krankenbetts, Rezepte, Einlagen etc.). Mobile Hospizbetreuung ist eine gesellschaftliche Verantwortung in den letzten Lebensstunden, die durch die Sozialversicherung kostendeckend finanziert werden sollte."

Das Mobile Hospiz Rennweg betreut unheilbar krebskranke Menschen zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung. Das Team besteht aus Pflegekräften, Ärzten sowie sozial-pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Evaluierung

Im Zeitraum von 1.November 2004 bis 31.8.2005 wurden 209 Menschen betreut, die vom Mobilen Hospiz Rennweg 8,3 Tage betreut wurden. Erhebungszeitpunkte der Evaluierung waren die Voranmeldung und der anschließende Erstbesuch. Während des Betreuungsverlaufs wurde wöchentlich eine Erhebung durchgeführt sowie zum Zeitpunkt eines notwendigen Transfers in das CS Hospiz Rennweg. Untersucht wurden das körperliche Zustandsbild gegliedert nach Allgemeinzustand und Symptomatik weiters soziale und psychische Situationen/Probleme.

Das Summary der Studie ist Ende März unter sabina.dirnberger@cs.or.at erhältlich.

Pressetext und Pressebild zum Download unter
http://www.cs.or.at/evaluierung.asp

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Sabina Dirnberger
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sabina.dirnberger@cs.or.at

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