VOGELGRIPPE - keine Gefahr für Hauskatzen!

Anlässlich der aktuellen Diskussion über die Gefahr einer Ansteckung von Katzen mit dem Vogelgrippevirus warnt VIER PFOTEN vor Fehlinformationen und Panikreaktionen.

Wien (OTS) - Bislang gab noch es keinen einzigen Fall einer Übertragung des Vogelgrippevirus auf Katzen! Die in diversen Medienberichten beschriebenen Möglichkeiten der Ansteckung von Katzen beschränken sich auf Laborversuche, die unter realitätsfernen Bedingungen durchgeführt wurden. So spritzte man beispielsweise den Tieren die 25.000-fache Virus-Dosis direkt in die Luftröhre. Auch der immer wieder auftauchende Fall, einer Erkrankung von Raubkatzen in einem thailändischen Zoo, war ein beabsichtigtes Experiment. Die Großkatzen wurden mit hohen Mengen an infiziertem Fleisch gefüttert und wiesen eine Immunschwäche auf, da sie zuvor gegen eine Viruserkrankung geimpft wurden.
"Diese Forschungsberichte aus dem Jahre 2004 nun aus zu graben und daraus ohne Berücksichtigung der realen Umstände, unter denen eine Katze in Berührung mit dem Virus kommen könnte, eine Gefahr für Hauskatzen ab zu leiten, ist falsch und fahrlässig" warnt Lisa Faderny, Projektleiterin VIER PFOTEN..
Die Vogelarten (Singvögel und Tauben), die zu den Beutetieren der Hauskatze zählen, sind nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft nicht als Überträger des Vogelgrippe-Virus bekannt.
Die in Österreich für die Sicherheit beauftragten Stellen geben bei Nachfrage, ob es eine potentielle Gefahr für Hauskatzen und Hunde gäbe jedenfalls eine klare Entwarnung! So erläutert Univ.-Prof. Franz Allerberger, Bereichsleiter Humanmedizin der AGES (Österr. Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit): "Seitdem das H5N1-Virus im Jahr 1997 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gab es trotz intensivster Überwachung keinen wissenschaftlichen Beweis, dass sich Katzen in der freien Natur mit dem Erreger infiziert hätten." Weiters betont Allerberger, dass Katzen hinsichtlich der Vogelgrippe keine Gefahr für den Menschen darstellen.
VIER PFOTEN fordert gerade in der aktuellen Situation eine Lösung für wirklich relevante Probleme.
Mangels Kastration vermehren sich Streunerkatzen immer mehr, die Tiere sind geschwächt und es können sich Krankheiten wie Katzenseuche, -Schnupfen oder Leukose leichter ausbreiten. "Kastrationsprojekte helfen die Zahl der Streuner konstant zu halten, und die Tiere sind zudem widerstandsfähiger gegen Krankheiten" betont Faderny. Angefangen werden muss mit der eigenen Hauskatze, um dem Tierleid bereits im vornherein zu begegnen. Lesen sie dazu mehr auf www.felix-geht-fremd.at .

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