• 22.02.2006, 09:29:05
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VOGELGRIPPE - keine Gefahr für Hauskatzen!

Anlässlich der aktuellen Diskussion über die Gefahr einer Ansteckung von Katzen mit dem Vogelgrippevirus warnt VIER PFOTEN vor Fehlinformationen und Panikreaktionen.

Wien (OTS) - Bislang gab noch es keinen einzigen Fall einer
Übertragung des Vogelgrippevirus auf Katzen! Die in diversen
Medienberichten beschriebenen Möglichkeiten der Ansteckung von Katzen
beschränken sich auf Laborversuche, die unter realitätsfernen
Bedingungen durchgeführt wurden. So spritzte man beispielsweise den
Tieren die 25.000-fache Virus-Dosis direkt in die Luftröhre. Auch der
immer wieder auftauchende Fall, einer Erkrankung von Raubkatzen in
einem thailändischen Zoo, war ein beabsichtigtes Experiment. Die
Großkatzen wurden mit hohen Mengen an infiziertem Fleisch gefüttert
und wiesen eine Immunschwäche auf, da sie zuvor gegen eine
Viruserkrankung geimpft wurden.
"Diese Forschungsberichte aus dem Jahre 2004 nun aus zu graben und
daraus ohne Berücksichtigung der realen Umstände, unter denen eine
Katze in Berührung mit dem Virus kommen könnte, eine Gefahr für
Hauskatzen ab zu leiten, ist falsch und fahrlässig" warnt Lisa
Faderny, Projektleiterin VIER PFOTEN..
Die Vogelarten (Singvögel und Tauben), die zu den Beutetieren der
Hauskatze zählen, sind nach gegenwärtigem Stand der Wissenschaft
nicht als Überträger des Vogelgrippe-Virus bekannt.
Die in Österreich für die Sicherheit beauftragten Stellen geben bei
Nachfrage, ob es eine potentielle Gefahr für Hauskatzen und Hunde
gäbe jedenfalls eine klare Entwarnung! So erläutert Univ.-Prof. Franz
Allerberger, Bereichsleiter Humanmedizin der AGES (Österr. Agentur
für Gesundheit und Ernährungssicherheit): "Seitdem das H5N1-Virus im
Jahr 1997 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gab es trotz
intensivster Überwachung keinen wissenschaftlichen Beweis, dass sich
Katzen in der freien Natur mit dem Erreger infiziert hätten." Weiters
betont Allerberger, dass Katzen hinsichtlich der Vogelgrippe keine
Gefahr für den Menschen darstellen.
VIER PFOTEN fordert gerade in der aktuellen Situation eine Lösung für
wirklich relevante Probleme.
Mangels Kastration vermehren sich Streunerkatzen immer mehr, die
Tiere sind geschwächt und es können sich Krankheiten wie
Katzenseuche, -Schnupfen oder Leukose leichter ausbreiten.
"Kastrationsprojekte helfen die Zahl der Streuner konstant zu halten,
und die Tiere sind zudem widerstandsfähiger gegen Krankheiten" betont
Faderny. Angefangen werden muss mit der eigenen Hauskatze, um dem
Tierleid bereits im vornherein zu begegnen. Lesen sie dazu mehr auf
www.felix-geht-fremd.at .

Rückfragehinweis:

VIER PFOTEN -  Stiftung für Tierschutz
   Barbara Agath
   Tel.: (++43-1) 895 02 02 / 73
   Handy: 0664/235 35 51
   mailto:[email protected]
   http://www.vier-pfoten.at

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