Glawischnig: ORF missbraucht Olympische Spiele für ÖVP-Schleichwerbung

Eigene "Sport"sendung für Schüssel - ORF fehlt im Wahljahr jegliche Sensibilität

Wien (OTS) - "Der ORF missbraucht die Olympischen Spiele für ÖVP-Schleichwerbung. Statt den öffentlich-rechtlichen Auftrag zu erfüllen und eine neutrale und objektive Berichterstattung sicherzustellen bringt der ORF im Wahljahr nicht die Sensibilität auf, zwischen den wahlwerbenden Parteien eine neutrale Stellung einzunehmen", kritisiert Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen den rund halbstündigen Auftritt Bundeskanzler Schüssels im gestrigen ORF-Olympiastudio.
Es sei dem Bundeskanzler und ÖVP-Parteiobmann unbenommen, zur Doping-Affäre Stellung zu beziehen - aber es würde wohl genauso dem öffentlich-rechtlichen Auftrag entsprechen, wenn der ORF in den ZIB-und Magazin-Sendungen oder Radiojournalen darüber berichte.
"Die Frage, warum Schüssel, der sonst bei heiklen politischen Themen nur durch Schweigen auffällt, vom ORF gleich eine eigene "Sport"sendung zur Verfügung gestellt wird, ist mehr als berechtigt", so Glawischnig.
Laut einer letzte Woche im Auftrag von profil durchgeführten Umfrage des OGM-Instituts konstatieren 66 Prozent der ORF-Zuseher eine allzu positive Darstellung der ÖVP.

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