VCÖ: Feinstaubgipfel auf Bundesebene einberufen!

VCÖ fordert Grenzwert für die extrem gesundheitsschädlichen Kleinstpartikel Wien (OTS) - Die bisher umgesetzten Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung sind zu wenig. Der VCÖ weist darauf hin, dass heuer bereits in Klagenfurt, Graz, Wien und Innsbruck an mehr Tagen die Feinstaubgrenzwerte überschritten wurden, als für ein ganzes Jahr erlaubt ist. Der VCÖ fordert einen Feinstaubgipfel auf Bundesebene und die Erweiterung der Grenzwerte auf Kleinstpartikel.

"Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub, dass sollte auch den Autoklubs bekannt sein. Dieselabgase enthalten besonders viele Kleinstpartikel, die laut Ärzten bis in die Blutgefäße eindringen können", stellt DI Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut fest. Gemessen wird derzeit nur das Gewicht der so genannten PM10, das sind alle Teilchen bis zu einem Durchmesser von 10 Mikrometer. Der Durchmesser der Dieselrußpartikel beträgt nur ein Hundertstel davon. Die Kleinstpartikel machen nur ein Prozent des Gewichts des Feinstaubs aus, aber 73 Prozent der Anzahl der Partikel.

"Im Rahmen eines Feinstaub-Gipfels ist auf Bundesebene eine Lösung zu finden, damit in Zukunft die Kleinstpartikel gemessen und wirksam bekämpft werden", betont VCÖ-Experte Rauh. Partikelfilter sind eine Lösung. "Derzeit werden aber zwei Drittel der neuen Diesel-Pkw ohne Filter gekauft. Der Malus für Diesel-Pkw ohne Filter muss höher werden", betont VCÖ-Experte Rauh.

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