VIER PFOTEN/VOGELGRIPPE: Hysterie um infizierte Wildvögel überdeckt wahre Gefahrenherde Geflügeltransporte und Vogel-Handel müssen verstärkt kontrolliert werden

Wien (OTS) - Große Sorge bereitet der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, dass im Zuge der derzeitigen Diskussionen rund um das Thema Vogelgrippe, die Problematik der Tierschutztransporte völlig unter den Tisch fällt: Nicht nur Zugvögel kennen keine Grenzen, auch für Tiertransporte gibt es durch den Wegfall der meisten Grenztierärzte nur mehr lückenhafte Kontrollen. Experten warnen zu Recht davor, dass die eigentliche Gefahr für die Verbreitung der Vogelgrippe vom Schmuggel exotischer Wildvögel und dem schwungvollen Geflügelhandel in einem Europa der offenen Grenzen ausgeht. Tierärztliche Kontrollstellen gibt es nur mehr an der Grenze zur Schweiz und an 2 Flughäfen. Hier ist das Ministerium dringend gefordert, zusammen mit den Ländern dieses lückenhafte Netz zu schließen.
In diesem Zusammenhang wiederholt die Tierschutzorganisation auch ihre Forderung nach einem Importverbot von Wildvögeln in die EU, die seit Jahren von einer breiten Allianz von Tier- und Artenschutzorganisationen gestellt wird. Im vergangenen Jahr waren wiederholt Exoten entdeckt worden, die mit dem Virus infiziert waren. "Bundesministerin Rauch-Kallat ist aufgefordert, diese Thematik im Zuge der Österreichischen EU-Präsidentschaft 2006 auf die Tagesordnung zu setzen", fordert Mag. Andreas Sax.

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