- 17.02.2006, 15:47:06
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Vogelgrippe: Keine Gefahr durch Hauskatzen
AGES: Trotz intensiver Überwachung kein Nachweis, dass sich Katzen auf natürlichem Weg mit dem H5N1-Virus infizieren können
Wien (OTS) - "Katzen stellen hinsichtlich der Vogelgrippe keine
Gefahr für den Menschen dar" betont Univ.-Prof. Franz Allerberger,
Bereichsleiter Humanmedizin der AGES, der Österreichischen Agentur
für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH. "Seitdem das H5N1-Virus
im Jahr 1997 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gab es
trotz intensivster Überwachung keinen wissenschaftlichen Beweis, dass
sich Katzen in der freien Natur mit dem Erreger infiziert hätten."
25.000-fache Virus-Dosis
Die jüngst erwähnte niederländische Studie, die die Infektion von
Katzen mit dem H5N1-Virus beschreibt, sei bereits seit dem September
2004 bekannt. "Die Studie beschreibt eine künstliche Laborsituation,
die nicht auf die normale Umwelt umgelegt werden kann", sagt
Allerberger. In einem Tierversuch wurde drei Katzen die 25.000-fache
Virusdosis, die man für den Virusnachweis in einer Gewebekultur
brauchen würde, intratracheal (direkt in die Luftröhre) gespritzt. In
einem zweiten Versuch wurden drei Katzen mit 1-Tages-Küken gefüttert,
denen ebenfalls die 25.000-fache Virus-Dosis verabreicht worden war.
Zu diesen drei Katzen kamen noch zwei Kontrollkatzen. "Eine der
künstlich infizierten Katzen starb am sechsten Tag, die restlichen
sieben Katzen wurden am 7. Tag getötet", sagt Allerberger. Bei der
anschließenden Untersuchung der toten Tiere wurden Anzeichen einer
Infektion mit dem H5N1-Virus festgestellt.
"Mit dieser Studie wurde zwar die grundsätzliche Möglichkeit einer
Infektion im Tierversuch belegt - als Beleg für ein reales Problem
kann sie aber nicht herangezogen werden", betont Allerberger
abschließend.
Rückfragehinweis:
AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH Unternehmenskommunikation: DI Oskar Wawschinek Spargelfeldstraße 191, A-1226 Wien Tel: +43 (0)50 555-25000 E-Mail: [email protected] www.ages.at Fachlich: Univ.-Prof. Dr. Franz Allerberger Tel: +43 (0)50 555-35500 E-Mail: [email protected]
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