Kunsthalle Wien: Bilanz und Vorschau

Wien (OTS) - Ausstellungen zu den 60er - und 70er-Jahren, künstlerische Auseinandersetzungen mit der Gesellschaft Südafrikas und ein Amerika-Schwerpunkt bestimmen das Programm der Kunsthalle Wien in diesem Jahr, die damit ihre Politik des öffentlichen künstlerischen, aber auch gesellschaftspolitischen Dialoges fortsetzen will, so Direktor Gerald Matt in seiner Bilanz und Vorschau-Pressekonferenz am Freitag. Neben den Ausstellungen im Haupthaus im Museumsquartier soll der "project space" am Karlsplatz weiterhin als Verhandlungsort spezieller ästhetischer Positionen, aber auch von Kooperationen mit jungen Künstlern und Studierenden dienen und mit Öffnungszeiten bis Mitternacht vor allem die Jugend anziehen. Die bis zum Juni dieses Jahres geplante Gestaltung des Umfeldes am Karlsplatz soll dabei helfen. Mit knapp 147.000 Besuchern verzeichnete die Kunsthalle im Vorjahr einen sehr guten Besuch, der "project place" hat sich mit plus 25 Prozent Besuchern besonders gut entwickelt. Einige Details: Ein Drittel der Besucher kommt aus dem Ausland, Wiener Besucher kommen immer wieder gerne in die Kunsthalle, der Altersschwerpunkt der Besucher liegt bei den jüngeren Generationen von 20 bis 40.****

Die Ausstellungen in der Kunsthalle im Museumsquartier

Die nächste Ausstellung in der Kunsthalle "Black, Brown, White" vom 24. Februar bis 18. Juni (halle 2) ist der Fotografie in Südafrika gewidmet und zugleich eine "Tiefenbohrung" zur Gesellschaft dieses Staates mit dem Erbe der Apartheid. Um Fotojournalismus in Südafrika unter ähnlichen Koordinaten geht es auch in der Ausstellung "Drum" (9. März bis 16. April, halle 1). Auch die "Literatur im März" vom 9. bis 12. März ist unter dem Titel "Neues vom anderen Ende der Welt" dieser Thematik gewidmet.

Mit "Don Juan alias Don Giovanni" leistet die Kunsthalle vom 24.März bis 16. April in der halle 1 einen Beitrag zum Mozartjahr mit Beiträgen internationaler Künstler zum Mythos des großen Verführers. Ein weiterer Mozart-Schwerpunkt ist im Rahmen von Peter Sellars "New Crowned Hope" geplant.

Der "psychedelischen Kunst der 60er-Jahre" ist die Schau "Summer of Love" gewidmet, die die Kunsthalle gemeinsam mit der Tate Liverpool und der Schirn Kunsthalle Frankfurt produziert. In Wien -vom 12. Mai bis 3. September in der halle 1 - wird auch die österreichische Szene der Zeit von Attersee über Pichler bis zu Hundertwasser, Haus-Rucker-Co und anderen Künstlern vertreten sein. Mit Dorothy Iannone und Lee Lozano sind zwei wesentliche New Yorker Künstlerinnen der 60er und 70er-Jahre in einer Ausstellung vom 7. Juli bis 15. Oktober, halle 2 vertreten, die Verfechterinnen radikaler Standpunkt in der Kunst mit starker sexueller Komponente waren.

Paymond Pettibon , der mit cartoonähnlichen Zeichnungen sein "Land of the free and home of the brave" charakterisierte und hinterfragte, ist eine Ausstellung vom 13. Oktober 2006 bis 25. Februar 2007 gewidmet. "Americans" ist der Titel der Ausstellung mit Meisterwerken der amerikanischen Fotografie, die vom 3. November 2006 bis 4. Februar 2007 zu sehen ist. (Schluss) gab

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