SJÖ: Arbeitszeit verkürzen statt flexibilisieren!

Bartensteins "neue Innovationen am Arbeitsmarkt" bringen nichts Gutes für ArbeitnehmerInnen

Wien (SK) - Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) veranstaltete heute Freitag am Rande der gemeinsamen Pressekonferenz von Bundesminister Bartenstein und EU-Kommissar Spidla eine Medienaktion zum Thema Arbeitsmarktpolitik. Motto der Aktion war "Fair teilen statt vierteilen! Arbeitszeit verkürzen statt flexibilisieren!" Während der Aktion wurde eine atypisch beschäftigte Arbeitnehmerin durch die andauernden Forderungen der Wirtschaft nach längeren Arbeitszeiten, Lohnsenkungen und weniger soziale Verpflichtungen symbolisch zerrissen. ****

Für Ludwig Dvorak, Vorsitzenden der SJÖ, ging es bei der Aktion vor allem darum, die eigentliche Bedeutung von Modewortschöpfungen wie beispielsweise Flexicurity zu entlarven. "Wenn Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein neue Innovationen am Arbeitsmarkt anpreist, können sich ArbeitnehmerInnen eigentlich nur fürchten. Denn dahinter verbergen sich in der Regel steigende Arbeitslosigkeit und sinkende arbeitsrechtliche Standards", so Dvorak.

Dvorak richtete abschließend einen Appell an Bartenstein: "In Österreich gibt es eine Million atypisch Beschäftigte, die dringenden arbeitsrechtlichen Schutz benötigen. Das Modewort Flexicurity ist inhaltsleer, solange die Realität der ArbeitnehmerInnen so ausschaut, dass sie immer größerem Druck am Arbeitsmarkt ausgesetzt werden. Steigende Profitraten für die Unternehmen, eine weitere Mehrbelastung für ArbeitnehmerInnen und steigende Arbeitslosenzahlen sind keine Innovation am Arbeitsmarkt. Sie sind ein Rückschritt ins vorletzte Jahrhundert. Wir brauchen keine neuen Flexibilitätsrekorde, sondern gute und sichere Arbeitsplätze für alle!" (Schluss) up/mp

Fotos der Aktion sind bei der SJÖ erhältlich.

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