- 17.02.2006, 11:18:23
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Schaunigs Mautdiskussion bringt massive Verschlechterung für das Liesertal
Klagenfurt (OTS) - "Die von Schaunig geforderte Abschaffung der
Tauernmaut ist eine Einladung für einen Gratis-Transit durch Kärnten
und würde eine dramatische Verschlechterung der Umweltbedingungen
bedeuten", erklärte heute Landesrat Gerhard Dörfler.
Die Tauernautobahn sei neben dem Brenner eine der wichtigsten
Nord-Süd-Verbindungen. Eine Senkung der Mauttarife würde das jetzt
schon hohe Verkehrsaufkommen auf dieser Strecke massiv erhöhen.
Hunderttausende LKWs würden zusätzlich diese Strecke benützen und die
Menschen an der A10 noch mehr belasten, so Dörfler.
"Der SPÖ-Obfrau sind scheinbar nicht nur die Menschen im Liesertal
egal, sie ignoriert auch einstimmige Landtagsbeschlüsse", sagt
Dörfler. Denn auf Grund einer von Verkehrsreferent Dörfler gemeinsam
mit den Bürgermeistern des Liesertales sowie der Transitplattform A10
eingebrachten Petition, wurde im November 2004 ein einstimmiger
Landtagsbeschluss gefasst. "Damals haben sich alle Parteien - auch
die SPÖ - für die Tauernmaut ausgesprochen, um den Transit in Grenzen
zu halten", so Dörfler.
Zudem würden fehlende Mauteinnahmen einen Rückgang von Investitionen
bedeuten. Derzeit werde die 2. Röhre Katschbergtunnel, die Sanierung
der A10 mit den Lärmschutzmaßnahmen sowie die LKW-Kontrollplätze
gebaut.
Dörfler: "Während ich über die Mauteinnahmen Großprojekte für die
Kärntner Bauwirtschaft und damit Arbeitsplätze nach Kärnten bringe,
will Schaunig dies anscheinend verhindern." Die AK selbst fordert
eine Erhöhung des Road-Pricings und in Klagenfurt und Wolfsberg wird
aufgrund der hohen Feinstaubbelastung eine Reduzierung des
LKW-Verkehrs gefordert. "Aber dies scheint Schaunig in ihrer
Oberflächlichkeit und Ahnungslosigkeit zu diesem Thema nicht zu
interessieren", so der Verkehrsreferent.
Nach dem heutigen Telefonat zwischen ihm, Dörfler, und dem Salzburger
Regierungskollegen Blachfellner (SPÖ), sei auch Salzburg klar gegen
eine Diskussion zur Abschaffung der Tauernmaut. "Das heißt, Schaunigs
Vorschlag stößt auch in den eigenen Reihen auf Ablehnung", erklärte
Dörfler.
Rückfragehinweis:
Die Freiheitlichen in Kärnten/BZÖ
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