Schaunigs Mautdiskussion bringt massive Verschlechterung für das Liesertal

Klagenfurt (OTS) - "Die von Schaunig geforderte Abschaffung der Tauernmaut ist eine Einladung für einen Gratis-Transit durch Kärnten und würde eine dramatische Verschlechterung der Umweltbedingungen bedeuten", erklärte heute Landesrat Gerhard Dörfler.

Die Tauernautobahn sei neben dem Brenner eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen. Eine Senkung der Mauttarife würde das jetzt schon hohe Verkehrsaufkommen auf dieser Strecke massiv erhöhen. Hunderttausende LKWs würden zusätzlich diese Strecke benützen und die Menschen an der A10 noch mehr belasten, so Dörfler.

"Der SPÖ-Obfrau sind scheinbar nicht nur die Menschen im Liesertal egal, sie ignoriert auch einstimmige Landtagsbeschlüsse", sagt Dörfler. Denn auf Grund einer von Verkehrsreferent Dörfler gemeinsam mit den Bürgermeistern des Liesertales sowie der Transitplattform A10 eingebrachten Petition, wurde im November 2004 ein einstimmiger Landtagsbeschluss gefasst. "Damals haben sich alle Parteien - auch die SPÖ - für die Tauernmaut ausgesprochen, um den Transit in Grenzen zu halten", so Dörfler.

Zudem würden fehlende Mauteinnahmen einen Rückgang von Investitionen bedeuten. Derzeit werde die 2. Röhre Katschbergtunnel, die Sanierung der A10 mit den Lärmschutzmaßnahmen sowie die LKW-Kontrollplätze gebaut.

Dörfler: "Während ich über die Mauteinnahmen Großprojekte für die Kärntner Bauwirtschaft und damit Arbeitsplätze nach Kärnten bringe, will Schaunig dies anscheinend verhindern." Die AK selbst fordert eine Erhöhung des Road-Pricings und in Klagenfurt und Wolfsberg wird aufgrund der hohen Feinstaubbelastung eine Reduzierung des LKW-Verkehrs gefordert. "Aber dies scheint Schaunig in ihrer Oberflächlichkeit und Ahnungslosigkeit zu diesem Thema nicht zu interessieren", so der Verkehrsreferent.

Nach dem heutigen Telefonat zwischen ihm, Dörfler, und dem Salzburger Regierungskollegen Blachfellner (SPÖ), sei auch Salzburg klar gegen eine Diskussion zur Abschaffung der Tauernmaut. "Das heißt, Schaunigs Vorschlag stößt auch in den eigenen Reihen auf Ablehnung", erklärte Dörfler.

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