Mitteleuropäische Arbeitgeber für europäisches Energie-Konzept

IV-GS Beyrer bei slowenischem Wirtschafts- und Reformminister - Mitteleuropäisches Industriemanifest präsentiert und diskutiert

Wien (OTS) - (PdI) Die mitteleuropäischen Industrie- und Arbeitgeberverbände verstärken weiter ihre Zusammenarbeit: Bei einem Treffen der Arbeitgeber der Slowakei, Sloweniens, Tschechiens, Ungarns und Österreichs in Ljubljana diskutierten diese aktuelle Themen der Wirtschaftsregion Mittel- und Osteuropa. Im Mittelpunkt stand diesmal das Thema Energie: "Ein hohes Maß an Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiepreise sind die wesentlichen Voraussetzungen für einen funktionierenden Wirtschafts-und Industriestandort", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Markus Beyrer, der die österreichische Delegation leitete. Regionale Wachstums-Chancen und sichere Arbeitsplätze stünden in direktem Zusammenhang mit einer sicheren Energieversorgung. Bislang sei das Thema Energie immer nur anhand von Einzelthemen diskutiert worden. "Eine effiziente und koordinierte Energiepolitik aus einer Hand ist jedoch nur anhand eines europäischen energiewirtschaftlichen Gesamtkonzeptes möglich."

Der IV-Generalsekretär traf in Ljubljana auch mit dem slowenischen Reformminister Jože P. Damijan sowie Wirtschaftsminister Andrej Vizjak zusammen. Beyrer hat beide Minister über die Vorhaben der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft aus Sicht der IV informiert (Slowenien übernimmt im ersten Halbjahr 2008 den EU-Vorsitz). Weiters wurde die aktuelle Wirtschafts- und Privatisierungspolitik Sloweniens behandelt. Im Zuge der Gespräche mit den beiden Regierungsmitgliedern präsentierten und diskutierten ZDS als slowenischer Arbeitgeber-Schwesterverband und die IV das im vergangenem September in Wien erarbeitete und vorgestellte mittel- und osteuropäische Industriemanifest. Dieses umfasst die fünf Schlüsselbereiche für wirtschaftliches Wachstum in der Region Zentral- und Osteuropa -nämlich Wachstums- & Beschäftigungsstrategie, EU-Budget, Arbeitnehmerfreizügigkeit, Dienstleistungsfreiheit und Infrastruktur. Hier wollen die fünf Arbeitgeber-Verbände aus Slowenien, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Österreich in Hinkunft noch stärker gemeinsame Akzente setzen.

Österreich Hautprofiteur der Erweiterung - Slowenien an 10. Stelle der österreichischen Absatzmärkte

IV-GS Beyrer erinnerte daran, dass Österreich Hauptprofiteur der EU-Erweiterung ist: "Die österreichischen Unternehmen haben die Chancen aus der Erweiterung genutzt". Hauptmotor des heimischen Wirtschaftswachstums bleibe "die Industrie und jene Unternehmen, die in Mittel- und Osteuropa erfolgreich hochaktiv sind. Diesen Wachstumspfad wollen wir gemeinsam mit unseren MOE-Partnern weitergehen", so Beyrer. Österreich sei heute mit einem Anteil von fast 30 Prozent mit Abstand Investor Nr. 1 in Slowenien. Gleichzeitig führe man als Investor in Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Montenegro.

Slowenien ist darüber hinaus wichtigster Pro-Kopf-Abnehmer von österreichischen Waren (vor CH und D), die Österreicher wiederum sind nach Kroatien und Bosnien & Herzegowina die größten Pro-Kopf-Abnehmer slowenischer Waren (Handelsvolumen 2004: über 3,1 Mrd. Euro). Slowenien liegt auch weiterhin weltweit an 10. Stelle der österreichischen Absatzmärkte, hinter Spanien und vor den Niederlanden. Am Treffen mit Minister Vizjak nahmen auch IV-Kärnten Geschäftsführerin Mag. Claudia Mischensky und IV-Steiermark Geschäftsführer Mag. Thomas Krautzer teil. Der Ausbau der insbesondere für die Region Slowenien - Kärnten - Steiermark relevanten Infrastruktur sei ebenfalls thematisiert worden.

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