- 16.02.2006, 11:56:02
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Spatenstich für Hochwasserschutz Golling
Eisl: 15,6 Millionen für Sicherheit der Gollinger Bevölkerung
Salzburg (OTS) - Mit einem Spatenstich setzten heute, Donnerstag,
16. Februar, der Gollinger Bürgermeister Anton Kaufmann, Landesrat
Sepp Eisl und Sektionschef Dr. Wolfgang Stalzer vom Lebensministerium
den Auftakt zum ersten Bauabschnitt des Hochwasserschutzprojekts
Golling. Um 1,1 Millionen Euro wird im Zeitraum Februar bis November
2006 im Ortsteil Torren der Hochwasserschutz errichtet. Insgesamt
fließen in den kommenden Jahren 15,6 Millionen Euro in die Sicherheit
der Gollinger Bevölkerung.
"Durch einen Einspruch beim Vergabeverfahren war der Baubeginn für
kurze Zeit in Gefahr - im schlimmsten Fall hätten wir erst 2007 mit
dem Hochwasserschutz beginnen können. Dank dem Einsatz von LHStv. Dr.
Wilfried Haslauer sind die Baumaschinen nun doch wie geplant
aufgefahren, und wir können heuer bereits Torren hochwassersicher
machen. Ich warne jedoch davor zu glauben, dass es eine
hundertprozentige Sicherheit vor Hochwasser gibt. Unsere Experten aus
dem Wasserbau informieren dazu auf der "Bauen und Wohnen" von 16. bis
19. Februar im Messezentrum über mögliche Maßnahmen der
Eigenvorsorge", so Landesrat Sepp Eisl beim Spatenstich. "Ich danke
allen Beteiligten - der Gemeinde Golling, allen voran Bürgermeister
Toni Kaufmann, den Gollingern und Bundesminister Josef Pröll sowie
Sektionschef Wolfgang Stalzer und meinen Mitarbeitern der
Bundeswasserbauverwaltung, die zur raschen Umsetzung dieses
Hochwasserschutzes in Golling beigetragen haben bzw. beitragen", so
Eisl.
Hydraulische Berechnungen haben ergeben, dass für Teile der
Marktgemeinde Golling eine Hochwassergefährdung besteht. Bereits ab
einem Ereignis 10-jährlicher Eintrittswahrscheinlichkeit (HQ10)
treten in tiefer liegenden Siedlungsgebieten Überflutungen auf. Bei
einem 100-jährlichen Hochwasserereignis (HQ100) kommt es zu
umfangreichen Überschwemmungen, von denen 300 Objekte betroffen sind.
"Bis zum jetzigen Zeitpunkt gab es in der Gemeinde Golling jedoch
keine wirksamen baulichen Maßnahmen für die Abwehr von Überflutungen
aus der Salzach", erinnert Eisl. Im Hochwasserfall wurde mit von
Sandsäcken vor allem entlang der Ufer der Salzachsiedlung versucht,
Überflutungen zu verhindern. Im Ortsteil Torren beschränkten sich die
Maßnahmen auf Sandsackbarrieren an Zufahrtstüren und Eingängen
einzelner Objekte, da im weiten Vorland links der Salzach ein
provisorischer Hochwasserschutz faktisch nicht möglich ist.
"Daher hat die Markgemeinde Golling mit Unterstützung der
Bundeswasserbauverwaltung beim Amt der Salzburger Landesregierung die
Projektierung von Hochwasserschutzmaßnahmen initiiert", informiert
Bürgermeister Kaufmann. Die ersten Projektierungsschritte
(umfangreiche Vermessungen der Salzach und ihrem Vorland,
Abflussmodellierung) wurden 1998 gesetzt. Anschließend wurden die
eigentlichen Hochwasserschutzmaßnahmen von der Planungsgemeinschaft
Kaiser/Lengyel/Hofmann projektiert. "Mitten in der
Projektierungsphase, am 12. August 2002, überflutete ein etwa
100-jährliches Hochwasser Siedlungs-, Wirtschafts- und
Infrastrukturflächen im Bereich des Marktes Golling. Große Schäden -
mehr als fünf Millionen Euro - waren die Folge", so Eisl.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
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