Grüne Wien anläßlich des 30igsten Feinstaubalarms: Jetzt ist endlich Zeit für Gratis-Öffis

Gemeinsamer Besuch mit den Bundesgrünen bei Bürgerinitiative Bacherpark

Wien (OTS) - Gestern am 14.2.2006 wurden an der Messstelle Rinnböckstraße bereits der 30igste Tag mit einer Feinstaubgrenzwertüberschreitung (Tagesmittelwert höher als 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft) gemessen. Auch heute ist der Grenzwert schon wieder überschritten. 30 Überschreitungstage sind die nach dem Immissionsschutzgesetz Luft zulässige Anzahl an Überschreitungstagen für das ganze Jahr. Auch an vielen anderen Wiener Messstellen gibt es bereits ähnlich viele Überschreitungstage, die Station Rinnböckstraße ist aber als verkehrsnahe Messstelle die am höchsten belastete. In keinem Jahr zuvor wurden bis Mitte Februar so viel Überschreitungen gemessen.

"Unbegreiflich ist es, dass dies die Wiener Umweltstadträtin Sima offenbar vollkommen kalt lässt", betonte Rüdiger Maresch, der Umweltsprecher der Grünen Wien bei einem gemeinsamen Besuch mit Bundessprecher Alexander van der Bellen und Umweltsprecherin Eva Glawischnig bei der Bürgerinitiative Bacherpark, heute, Mittwoch.

Während in anderen Städten wirksame Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung getroffen werden, herrscht in der Wiener Verkehrsplanung das Chaos und die Autofahrerclubs ARBÖ und ÖAMTC lobbyieren bei der Umweltstadträtin erfolgreich für schnelleres Autofahren in der Stadt. Die Mehrheit der Bevölkerung will aber einen besseren öffentlichen Verkehr wie eine aktuelle VCÖ-Studie zeigt. Umweltpolitik und gesunde Luft sind nach wie vor Fremdworte in der Wiener SPÖ. Statt gratis Öffis bei Feinstaubepisoden und Förderung für den Einbau von Partikelfiltern forciert die Wiener SPÖ-Stadtregierung den motorisierten Individualverkehr durch Garagenbau und Lobauautobahn. "Beim Feinstaub hat Umweltstadträtin Sima vollkommen versagt", beurteilt Maresch die erschreckenden Wiener Luftwerte.

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