- 15.02.2006, 11:56:22
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Führungskräfte fordern: "Zeit ist reif für Steuerentlastung der Leistungsträger"
Managerverband ortet positive Signale bei Parteien und Sozialpartnern
Wien (OTS) - Die Senkung des Spitzengrenzsteuersatzes auf 48 % bei
gleichzeitigem Hinausschieben der Spitzensteuersatzgrenze auf Euro
100.000 und die Gleichbehandlung aller Arbeitseinkommen durch
Besteuerung von einem Siebentel des Jahreseinkommens mit 6 %
(Einschleifregelung beim Vierfachen der Höchstbeitragsgrundlage) -
das ist die zentrale Forderung des Wirtschaftsforums der
Führungskräfte (WdF), der größten unabhängigen Interessensvertretung
der heimischen Manager.
"Die steuerlichen Einnahmenausfälle dieser beiden Varianten
zusammen würden etwas mehr als eine Euro 1 Mrd. bedeuten", so
WdF-Geschäftsführerin Friederike Hladky zu den Kosten der
Steuerentlastung. "Seit 1989 wurde diese Gruppe der Steuerzahler bei
den Steuerreformen nie entlastet, sondern immer stärker zur Kasse
gebeten. Auch im internationalen Vergleich liegt Österreich beim
Spitzengrenzsteuersatz im oberen Drittel; in Ländern wie Italien
(46,15 %), Deutschland (44,31 %) oder (Großbritannien (40 %) ist der
Steuersatz deutlich geringer."
Bereits im Oktober des Vorjahres hat das WdF eine Studie des
Wirtschaftsforschers Prof. Gerhard Lehner präsentiert, in der die
Machbarkeit der Steuerentlastung der Führungskräfte berechnet wurde.
"Heimische Manager mit einem durchschnittlichen Jahresgesamteinkommen
von Euro 129.000,-* und einer Leistungstangente von 24 %* fallen
voll in der Spitzensteuersatz von 50 %, so Hladky. "Mit einer neuen
Regelung und der Senkung des Spitzensteuersatzes und der
gleichzeitigen Anhebung der Höchstverdienstgrenze würde es endlich -
nach fast 17 Jahren - zu einer fairen und auch leistbaren Regelung
für Leistungsträger kommen."
*) Angaben Mittelwert; WdF-Einkommenserhebung 2005
Bei Gesprächen mit den Budget- und Finanzsprechern der
Parlamentsparteien und Sozialpartnern wie WKÖ-Präsident Christoph
Leitl fielen die Forderungen des WdF durchaus auf fruchtbaren Boden.
"Keiner der Politiker hat unsere Forderungen als unrealisierbar
eingeschätzt", zeigt sich Hladky erfreut. "Ich gehe davon aus, dass
auch der Politik klar geworden ist, dass Steuerentlastungen nicht
ausschließlich zu Lasten der Leistungsträger fallen können. Ich bin
zuversichtlich, dass der Spitzensteuersatz bereits für die nächste
Regierung ein entscheidendes Thema sein wird und es zu einer Senkung
kommt. Keine Partei kann vor der ungerechten Behandlung einer
wichtigen Steuerzahler-Gruppe noch länger die Augen verschließen."
Bei rund 320.000 Personen, die über ein Jahreseinkommen von mehr
als Euro 51.000 verfügen, kommt der Spitzengrenzsteuersatz von 50 %
zum Tragen. Davon fallen mehr als 160.000 Personen in die
Jahres-Einkommensgrenze von Euro 51.000 bis Euro 71.000. Rund 600.000
Personen, das entspricht nur 10 % der gesamten heimischen Lohn- und
Einkommensteuerpflichtigen, kommen für mehr als die Hälfte des
Steuervolumens auf. (WdF-Studie, Prof Lehner, Oktober 2005).
Laut einer WdF-Umfrage zum Thema " Steuerentlastung für Manager"
(durchgeführt von Triconsult, Oktober 2005) würde die Steuerersparnis
zu 100 % inlandswirksam werden, denn die befragten Führungskräfte
würden die Ersparnisse in Altersvorsorge, persönliche Aus- und
Weiterbildung und in Immobilien investieren.
Die Studie von Prof. Lehner und die Ergebnisse der Umfrage
"Steuerentlastung für Leistungsträger" können in der
WdF-Bundesgeschäftsstelle angefordert werden.
Rückfragehinweis:
WdF-Bundesgeschäftsstelle
Mag. Wilfried Lechner
Tel.: 01-712 65 10-2420
Mobil: 0664/816 86 34
Mail: [email protected]
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