Führungskräfte fordern: "Zeit ist reif für Steuerentlastung der Leistungsträger"

Managerverband ortet positive Signale bei Parteien und Sozialpartnern

Wien (OTS) - Die Senkung des Spitzengrenzsteuersatzes auf 48 % bei gleichzeitigem Hinausschieben der Spitzensteuersatzgrenze auf Euro 100.000 und die Gleichbehandlung aller Arbeitseinkommen durch Besteuerung von einem Siebentel des Jahreseinkommens mit 6 % (Einschleifregelung beim Vierfachen der Höchstbeitragsgrundlage) -das ist die zentrale Forderung des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), der größten unabhängigen Interessensvertretung der heimischen Manager.

"Die steuerlichen Einnahmenausfälle dieser beiden Varianten zusammen würden etwas mehr als eine Euro 1 Mrd. bedeuten", so WdF-Geschäftsführerin Friederike Hladky zu den Kosten der Steuerentlastung. "Seit 1989 wurde diese Gruppe der Steuerzahler bei den Steuerreformen nie entlastet, sondern immer stärker zur Kasse gebeten. Auch im internationalen Vergleich liegt Österreich beim Spitzengrenzsteuersatz im oberen Drittel; in Ländern wie Italien (46,15 %), Deutschland (44,31 %) oder (Großbritannien (40 %) ist der Steuersatz deutlich geringer."

Bereits im Oktober des Vorjahres hat das WdF eine Studie des Wirtschaftsforschers Prof. Gerhard Lehner präsentiert, in der die Machbarkeit der Steuerentlastung der Führungskräfte berechnet wurde. "Heimische Manager mit einem durchschnittlichen Jahresgesamteinkommen von Euro 129.000,-* und einer Leistungstangente von 24 %* fallen voll in der Spitzensteuersatz von 50 %, so Hladky. "Mit einer neuen Regelung und der Senkung des Spitzensteuersatzes und der gleichzeitigen Anhebung der Höchstverdienstgrenze würde es endlich -nach fast 17 Jahren - zu einer fairen und auch leistbaren Regelung für Leistungsträger kommen."

*) Angaben Mittelwert; WdF-Einkommenserhebung 2005

Bei Gesprächen mit den Budget- und Finanzsprechern der Parlamentsparteien und Sozialpartnern wie WKÖ-Präsident Christoph Leitl fielen die Forderungen des WdF durchaus auf fruchtbaren Boden. "Keiner der Politiker hat unsere Forderungen als unrealisierbar eingeschätzt", zeigt sich Hladky erfreut. "Ich gehe davon aus, dass auch der Politik klar geworden ist, dass Steuerentlastungen nicht ausschließlich zu Lasten der Leistungsträger fallen können. Ich bin zuversichtlich, dass der Spitzensteuersatz bereits für die nächste Regierung ein entscheidendes Thema sein wird und es zu einer Senkung kommt. Keine Partei kann vor der ungerechten Behandlung einer wichtigen Steuerzahler-Gruppe noch länger die Augen verschließen."

Bei rund 320.000 Personen, die über ein Jahreseinkommen von mehr als Euro 51.000 verfügen, kommt der Spitzengrenzsteuersatz von 50 % zum Tragen. Davon fallen mehr als 160.000 Personen in die Jahres-Einkommensgrenze von Euro 51.000 bis Euro 71.000. Rund 600.000 Personen, das entspricht nur 10 % der gesamten heimischen Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen, kommen für mehr als die Hälfte des Steuervolumens auf. (WdF-Studie, Prof Lehner, Oktober 2005).

Laut einer WdF-Umfrage zum Thema " Steuerentlastung für Manager" (durchgeführt von Triconsult, Oktober 2005) würde die Steuerersparnis zu 100 % inlandswirksam werden, denn die befragten Führungskräfte würden die Ersparnisse in Altersvorsorge, persönliche Aus- und Weiterbildung und in Immobilien investieren.

Die Studie von Prof. Lehner und die Ergebnisse der Umfrage "Steuerentlastung für Leistungsträger" können in der WdF-Bundesgeschäftsstelle angefordert werden.

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