- 14.02.2006, 16:03:42
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Schasching: Mehr Arbeit für unsere Jugend - Regierung hat akuten Handlungsbedarf
Gemeinden könnten mehr Lehrlinge ausbilden
Wien (SK) - Seit dem Jahr 2000 nimmt die Zahl der Lehrstellen
suchenden Jugendlichen ständig zu. Mit einer Steigerung von 52,2
Prozent waren so im Jänner 2006 insgesamt 71.137 junge Menschen
arbeitslos. Schockierende Zahlen, die die SP-Abgeordnete und
Stadträtin der niederösterreichischen Stadtgemeinde Neulengbach Beate
Schasching nicht einfach hinnehmen will. "Für Niederösterreich
bedeuten diese Zahlen, dass rund 10.000 Jungendliche ohne Job
dastehen. Da kann man doch nicht einfach zusehen! Da hat die
Bundesregierung akuten Handlungsbedarf!", so Schasching am Dienstag
gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****
Schasching, selbst Präsidentin des größten Sportdachverbandes, der
ASKÖ Wien, sieht im Bereich der Kommunen und der gemeinnützigen
Vereine durchaus Möglichkeiten zur Schaffung von neuen Lehrstellen
und Arbeitsplätzen. Einmal mehr ist es für Schasching jedoch
vollkommen unverständlich, warum Unternehmen, die einen Lehrling
ausbilden, finanziell gefördert werden, hingegen aber Gemeinden,
gemeinnützige Vereine und Verbände keine finanzielle Unterstützung
erhalten. Einen entsprechenden Entschließungsantrag, der diese
Ungerechtigkeit gegenüber Gemeinden und gemeinnützigen Organisationen
beseitigen und mehr Lehrstellen für Jugendliche schaffen soll, hat
die SP-Abgeordnete schon im Sommer 2005 im Nationalrat eingebracht.
"Zurzeit können es sich leider nur große Gemeinden leisten,
Lehrlinge einzustellen. Die kleinen Gemeinden, die ohnehin schon mit
immer größer werdenden finanziellen Belastungen zu kämpfen haben,
aber durchaus ein spannendes Arbeitsumfeld für junge Menschen bieten
könnten, werden hier eindeutig benachteiligt", erklärte Schasching.
"Wie wichtig der Bundesregierung die Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit ist, lässt sich auch an diesem Beispiel deutlich
sehen", so die enttäuschte Abgeordnete Schasching. "Abgesehen von der
Tatsache, dass ein Antrag von der Opposition - so konstruktiv er auch
sein mag - von der schwarz-blau-orangen Regierung prinzipiell
abgelehnt wird, wartet dieser Antrag nun sogar seit einem dreiviertel
Jahr auf seine Behandlung im Ausschuss.
"Der zuständige Bundesminister und die schwarz-blau-orangen
Kommunalsprecher sollten angesichts der prekären Lage auf dem
Arbeitsmarkt ihre Aufgabe ernst nehmen und sich meinen Antrag
wenigstens durchlesen und ihn debattieren. Die Schaffung von mehr
Arbeits- und Ausbildungsplätzen, auch in Gemeinden und
gemeinnützigen Vereinen und Verbänden ist ein Ziel, wofür es sich
lohnt zu kämpfen", bekräftigt Schasching. "Also Schluss mit
Verzögerungstaktik und Schieben auf die Lange Bank, Herr Bartenstein!
Unsere Jugend braucht Lehrstellen und das sofort" (Schluss) up/mp/mm
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
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