• 14.02.2006, 15:42:03
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Gehrer: Opposition soll junge Menschen nicht verunsichern - große Studienauswahl vorhanden

Frauenquote im Universitätsbereich weiter erhöhen

Wien (ÖVP-PK) - Auf einen Lehrenden an der Universität kommen im
Schnitt 18 Studierende. "Wir liegen damit in der EU an der fünften
und in der OECD an der neunten Stelle. Es ist uns ein Anliegen, dass
die Studierenden optimal betreut werden", verwies heute, Dienstag,
Bildungsministerin Elisabeth Geher im Wissenschaftsausschuss darauf,
dass es nicht nur bei den Studierenden, sondern auch beim Budget
einen Zuwachs gebe. So sei eine Steigerung von insgesamt 525
Millionen Euro in den nächsten drei Jahren bei den Budgets
vorgesehen. Dazu kämen noch weitere Mittel für Forschung und
Infrastruktur. ****

Gehrer: "Die Zulassungsverfahren, die wir aufgrund des EUGH-Urteils
ermöglicht haben, wurden nur in drei Fällen - Humanmedizin,
Zahnmedizin und Veterinärmedizin - in Anspruch genommen." So gebe es
beispielsweise in Biologie oder Molekularbiologie mehr Studierende.
Dass es bei manchen Studienrichtungen wiederum weniger Studierende
gebe, liege allerdings nicht an den Zulassungsverfahren, sondern
daran, dass viele Studierende auch an Fachhochschulen gehen.

"Die Opposition soll die jungen Menschen nicht verunsichern. In
Österreich gibt es eine große Auswahl an Studienmöglichkeiten. Nur in
der Medizin wird aufgrund der tatsächlichen Störung der Homogenität
des Bildungssystems eine Safeguard-Regelung notwendig sein. Wir haben
aber die Studienplätze von 1.250 auf 1.500 de facto erhöht, nämlich
für jene, die wirklich das Studium machen", so die Ministerin.

Die Erhöhung der Frauenquote stand heute ebenfalls im Mittelpunkt des
Wissenschaftsausschusses, der unter anderem den Universitätsbericht
2005 behandelte. Es sei ein parteiübergreifendes Anliegen, die
Frauenquote zu erhöhen. "Das muss in unserer aller Interesse sein.
Daher wurde der Frauenförderung auch ein besonderer Rahmen gegeben;
es wurden verschiedene Projekte ins Leben gerufen", verwies die
Ministerin abschließend unter anderem auf das Anreizprogramm
"excellentia" zur Erhöhung der Anzahl von Professorinnen an
österreichischen Universitäten. Durch diese Unterstützung soll die
Berufungspraxis an den Universitäten zugunsten von Frauen verbessert
werden.

Die meisten der 21 Universitäten berücksichtigen Frauenförderung und
Chancengleichheit in ihren strategischen Zielen, 18 Universitäten
verfügen über einen universitätsspezifischen Frauenförderungsplan, 16
Universitäten haben eine spezifische Organisationseinheit
eingerichtet, um die Aufgaben der Gleichstellung und Frauenförderung
zu koordinieren, heißt es im Universitätsbericht.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

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