- 10.02.2006, 13:23:51
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Ausstellung mit dem Verband der Wiener Volksbildung
"Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben"
Wien (OTS) - Die Ausstellung ist den Häftlingen der
Jugendkonzentrationslager Moringen und Uckermark gewidmet, die im
Alter von ca. 15 bis 25 Jahren in diese sogenannten "polizeilichen
Jugendschutzlager" gebracht wurden. Konzipiert und realisiert von
Martin Guse aus Liebenau (BRD), der die Geschichte der beiden Lager
recherchierte. So entstand die Idee zur Ausstellung, die die bis dato
unbekannten Lebenswege und Schicksale der jugendlichen Häftlinge in
den KZs Moringen und Uckermark, die auch als "vergessene Lager"
bezeichnet werden, thematisiert. Die Jugendlichen wurden als schwer
erziehbar, asozial und kriminell bezeichnet, der Hauptgrund
allerdings war, dass sie sich von der NS Ideologie nicht überzeugen
ließen. Von Fürsorgern, Lehrern und Richtern etc. als
"Gemeinschaftsfremde" stigmatisiert, wurden sie deshalb in die
beiden oben genannten Einrichtungen eingewiesen.
"Es ist eine erschütternde Dokumentation über das unfassbare Leid
dieser jungen Menschen, die vom NS-Terrorregime verfolgt wurden."
Die Ausstellung ist für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet, Zur
Ausstellung gibt es einen Begleitkatalog um Euro 6,50,-- für Schüler
und Studenten kostet er Euro 5,--.
Führungen durch die Ausstellung sind nach Vereinbarung möglich.
Diverse Begleitveranstaltungen:
Zeitzeugenbegegnungen mit Leopold Dietrich. Er war vier Monate
in Haft in Wien, weitere 33 Monate verbrachte er im Jugend-KZ
Moringen, sein Vergehen: Er wurde wegen monarchistischer Umtriebe
festgenommen.
o 16. Februar, 19.30 Uhr Diskussion: Konzept im Umgang mit Jugendlichen TeilnehmerInnen: Gabriele Ziering, leitende Sozialarbeiterin im Jugendamt Ottakring Prof. Dr. Max H. Friedrich,Vorstand der Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters Kurt Nekula, Vorsitzender des Dachverbands der Pflichtschulelternvereine Mag.a Heidi Schrodt, Direktorin des Gymnasiums 1060, Rahlgasse 6 Hanna Lichtenberger, Schulsprecherin Gymnasium 1060, Rahlgasse 6 Moderation: Heinz Wagner vom KIKU (Kinder-Kurier) o 2. März, 19.30 Uhr Andrea Pauli vom 1. Wiener Lesetheater liest aus "Der Abnahmebeschluss"" von Karl Cervik Eine Kindheit in den nationalsozialistischen Fürsorge- und Erziehungsheimen der Gaue Wien, Niederdonau und Mainfranken. Eine Spurensuche. o 21. März, 19.30 Uhr Andrea Pauli vom 1. Wiener Lesetheater liest aus "Verfolgte Kindheit - Kinder und Jugendliche als Opfer der NS- Sozialverwaltung" von Gerhard Benetka, Ernst Berger, Regina Böhler, Elisabeth Brainin, Regina Fritz, Vera Jandrisits, Marie Luise Kronberger, Peter Malina, Clarissa Rudolph, Samy Teicher o 28. März, 19.00 Uhr Filmvorführung "Swing Kids" mit "Jazzikone" Günther Schifter, "Entartet" und "volkstumszersetzend" so verunglimpften die Nationalsozialisten die Swing und Jazzmusik der 30er und 40er Jahre. Im "Reichsrundfunk" wurde der Swing verboten und im Alltag zunehmend gegen die Musik und ihre Anhänger gehetzt und polemisiert. Dennoch gab es eine große Anzahl Jugendlicher, die ihrer Leidenschaft frönten. o 4. April, 19.30 Uhr Diskussion: Jugend damals und heute TeilnehmerInnen: Andrea Eraslan, Leiterin des Integrationshauses, Gustav Glaser, Verband Wiener Jugendzentren, Mag. Raphael Sternfeld, Politikwissenschafter; Mag.a Regina Fritz, Historikerin. Moderation: Daniela Davidovits-Nagy, Kurier
(Schluss) red
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
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Agentur Milli Segal
Tel.: 96 87266
mailto:[email protected]
http://www.millisegal.at/
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