- 09.02.2006, 09:55:54
- /
- OTS0040 OTW0040
Kukacka in Berlin bei deutschem Verkehrsstaatssekretär Hennerkes
Österreich und Deutschland stimmen bei den Verkehrsthemen Brennerbasistunnel, Binnenschifffahrt und EU-Nahverkehrsverordnung ihre Anliegen ab
Wien, 09.02.2006 (OTS) - Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut
Kukacka traf in Berlin mit seinem deutschen Amtskollegen Jörg
Hennerkes zusammen, um Gespräche über die europäische Verkehrspolitik
und die österreichisch-deutsche Zusammenarbeit in diesem Bereich zu
führen. "Die Finanzierung des Brennerbasistunnels wird für Österreich
eine nationale Kraftanstrengung. Deutschland hat uns allerdings
bestätigt, dass dieses Projekt auch aus ihrer Sicht von hohem
gesamteuropäischem Interesse ist und sie uns bezüglich bei der Co -
Finanzierung durch die Kommission jedenfalls unterstützen werden"
berichtete Kukacka.
Unterstützung von deutscher Seite werde es auch im Bereich des
notwendigen Ausbaus der Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel geben.
Diese müssten bei Inbetriebnahme des Tunnels für entsprechende
Kapazitäten ausgebaut sein. Es wurde vereinbart, ein
zwischenstaatliches Abkommen über den grenzüberschreitenden Ausbau
der Schienen-Zulaufstrecken im Abschnitt Rosenheim - Brannenburg --
Kufstein - Wörgl vorzubereiten.
"Ein weiterer Ausbau der österreichischen Autobahnen durch das Inn-
und Wipptal wird kaum möglich sein. Der derzeit stattfindende
viergleisige Schienenausbau im Unterinntal und der zukünftige
Brennerbasistunnel werden die zusätzlichen Verkehrsströme im Nord-
Südverkehr aufnehmen müssen. Die damit zusammenhängenden Probleme
müssen aber auch im europäischen Kontext gelöst werden", waren sich
Hennerkes und Kukacka einig.
In diesem Zusammenhang sei auch über die Binnenschifffahrt gesprochen
worden. "Nicht nur die Schiene, sondern auch die Binnenschifffahrt
ist im Zuge der EU-Osterweiterung und der neuen Ost - West
Güterverkehrsströme eine notwendige und umweltfreundliche Alternative
zum Straßengüterverkehr", sagte Kukacka. Deutschland stimme hier mit
Österreich überein und begrüße, dass die Binnenschifffahrt zu einem
Schwerpunkt der österreichischen Ratspräsidentschaft im
Verkehrsbereich gemacht wurde und das Aktionsprogramm der
europäischen Kommission zur Förderung der Binnenschifffahrt bei einer
"Europäischen Binnenschifffahrtskonferenz" in Wien, am 14. und 15.
Februar, diskutiert wird.
Schlussendlich gibt es auch beim Thema "Europäische
Nahverkehrsverordnung" im Bereich des öffentlichen Bus- und
Schienenverkehrs, die in Brüssel gerade auf Ratsarbeitsgruppenebene
diskutiert wird, große Übereinstimmung. "Deutschland und Österreich
haben ähnliche Strukturen im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs und
damit vergleichbare Interessen bei der Reform der europäischen
Nahverkehrsverordnung", meinte Kukacka. Es werde hier eine
koordinierte Vorgehensweise geben. "Uns ist es wichtig, dass bei
dieser Reform die kleinen und mittelständischen Busunternehmen nicht
Ihre Existenzgrundlage verlieren", schloss Kukacka.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Walter Gröblinger
Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVT






