- 08.02.2006, 10:25:00
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Rosenkranz: Klares Nein zu vorzeitiger Öffnung des Arbeitsmarktes
Forderungen von EU-Kommissar Spidla sind verantwortungslos
Wien (OTS) - Ein klares und entschiedenes Nein zur vorzeitigen
Öffnung des Arbeitsmarktes für Personen aus den neuen EU-Ländern
kommt von der FPÖ. Die stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobfrau
Barbara Rosenkranz meint dazu, daß man von dem Recht auf eine weitere
Verlängerung der Übergangsfristen auf jeden Fall Gebrauch machen
müsse. Sie forderte Bundeskanzler Schüssel auf, dies auch in Brüssel
offiziell klarzumachen.
Rosenkranz verwies auf das Beispiel Irland, das seinen Arbeitsmarkt
sofort nach der Osterweiterung geöffnet und damit dem
Verdrängungswettbewerb Tür und Tor geöffnet habe. Mittlerweile würden
sich 80 Prozent der Iren für die Wiedereinführung von restriktiven
Maßnahmen zum Schutz ihres Arbeitsplatzes aussprechen.
"Kein verantwortungsbewußter Politiker kann daher dafür sein, diese
Schleusen zu öffnen", betonte Rosenkranz. Die Forderung von
EU-Kommissar Spidla sei in höchstem Maße verantwortungslos und
bediene nur die Interessen von Großkonzernen, denen Arbeitskräfte gar
nicht billig genug sein könnten. Es sei auch kein Wunder, daß genau
diese Kräfte zielgenau auf einen EU-Beitritt der Türkei hinarbeiten
würden, weil sie der Meinung seien, daß anatolische Arbeitskräfte
noch wesentlich billiger seien als polnische oder baltische.
Die FPÖ werde diese gefährlichen Tendenzen jedenfalls nicht
widerspruchslos hinnehmen, kündigte Rosenkranz an. Eine vorzeitige
Öffnung des Arbeitsmarkts würde das ohnehin schon eklatante Problem
der Arbeitslosigkeit von Inländern endgültig eskalieren lassen. Ganz
im Gegenteil müsse man Überlegungen anstellen, wie man einen weiteren
Zuzug auf den österreichischen Arbeitsmarkt verhindere.
Rückfragehinweis:
Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl
Bundespressereferent
+43-664-4401629
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