• 07.02.2006, 20:12:53
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Olympische Zeitzeichen

VON CLAUDIA GRABNER

Klagenfurt (OTS) - Am 19. Juni 1999 hat das Internationale
Olympische Komitee (IOC) Turin den Zuschlag zur Austragung der
Olympischen Winterspiele 2006 erteilt. Das IOC hat damit - was
niemand ahnen konnte - eines der beschämendsten Kapitel in der
Geschichte Kärntens ermöglicht: Hätte sich nämlich die Jury der
Senza-confini-Bewerbung Kärntens, Sloweniens und Friauls angenommen
LH Haider könnte die Ortstafelfrage mit Sicherheit nicht zum Thema
seines BZÖ-Überlebenskampfes machen.
Senza confini, die grenzensprengende, handreichende,
friedensstiftende Olympiaidee - sie hätte der
Zweisprachigkeits-Groteske keine Chance gelassen. UNDENKBAR wäre die
Ortstafeldiskussion, liefen die Olympioniken am Freitag nicht in
Turin, sondern in Klagenfurt ein ...
Wir haben nicht verloren; wir sind die moralischen Sieger: Am Tag
nach der IOC-Entscheidung gegen Senza confini hat Kärnten von
"seinen" Idealen und der "anderen" Unmoral gesprochen. Man warf der
Jury vor, sie habe sich nicht von Werten überzeugen, vielmehr von
Geld bestechen lassen. Haider und Gefährten sollten sich erinnern.
Und zur Besinnung kommen. Es sei denn, Kärntens grenzensprengende
Ideale waren platte werbetechnische Notwendigkeit. Dann wäre es an
der Zeit, über die Moral nachzudenken ...

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]

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