Zigarettenpreise: "Einen Rennwagen gibt es schließlich auch nicht mit Anhängerkupplung"

Was steckt hinter den Preissenkungen mehrerer Tabakkonzerne?

Wien (OTS) - Die Preisspirale im Tabakmarkt dreht sich weiter abwärts - jedoch ohne die bekannten Zigarettenmarken "Camel" und "Winston" (JT International). Das hat JTI heute bestätigt.

"Einen Rennwagen gibt es schließlich auch nicht mit Anhängerkupplung", so der General Manager von JTI in Österreich, Lutz Esser. "Wir wollen unsere Marken nicht verbiegen."

Esser bedauert ausdrücklich die Trafikanten, die die Zeche für die aggressive Vorgehensweise einiger Mitbewerber zahlen müssten. Auch die österreichische Regierung werde wohl zu den Verlierern gehören.

"Sollte sich die Idee der Einführung von Mindestpreisen für Zigaretten durchsetzen, wird die österreichische Regierung, wie bereits mehrfach und korrekt berichtet, gegen geltendes EU-Recht verstoßen", betont Esser. Und das auch noch zu einem Zeitpunkt, zu dem sie den EU-Vorsitz hat. "Man kann von uns nicht ernsthaft erwarten, dass wir etwas Unrechtmäßiges unterstützen." Esser zeigt sich verwundert darüber, dass neben anderen Interessengruppen auch und gerade Mitbewerber die Regierung in ihren Überlegungen bestätigen. Trotz der klaren Rechtslage.

Einfrieren von Marktanteilen

"Ich kann nicht beurteilen, ob es damit zu tun hat, dass eine Mindestpreisregelung die Markanteile der Anbieter quasi staatlich festlegen würde. Schließlich geht Marktanteilveränderung über Werbung aufgrund von Werbeverboten nicht mehr. Wir reden hier also über das Einfrieren von Marktanteilen."

Auf den Jugendschutz angesprochen, verweist Esser auf die entsprechenden gesetzlichen Regelungen. "Wenn sich jeder an das bestehende Jugendschutzgesetz hielte, gäbe es auch keine Probleme. JTI ist darüber hinaus an Präventionsprogrammen rund um die Erde beteiligt."

Eine geeignete und rechtlich einwandfreie Lösung des Problems -wie sie auch in anderen Ländern praktiziert wird - wäre die Erhöhung des Mindeststeuersatzes auf Tabakwaren. Dazu Lutz Esser: "Es ist das Recht von Regierungen, Steuern festzulegen. Und das Recht von Unternehmen, Preise festzulegen."

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