Karlsplatz: Grüne wollen Aufenthaltsräume für Suchtkranke

Wien (OTS) - Die Grünen sind der Ansicht, dass sich die Situation am Karlsplatz durch die Schutzzone verschlechtert hat. Dies sagte GR Heidi Cammerlander am Dienstag in einem Pressegespräch der Grünen. Wie sie begründete, sei es für sie einerseits nachvollziehbar, dass sich Anrainer von weggeworfenen Spritzen oder verwahrlosten suchtkranken Menschen beeinträchtigt fühlen würden. Andererseits handle es sich um ein komplexes Problem, bei dem verschiedenste Gesichtspunkte berücksichtigt werden müssten.

Die Schutzzone habe zu einer erhöhten Aggressivität der Szene geführt, zu einer Verdrängung in andere Bereiche und damit zu mehr Ärger von Passanten und Geschäftsleuten. Als sinnvolle und auch notwenige Maßnahme bezeichnete sie die baldige Errichtung eines Aufenthaltsraumes für suchtkranke Menschen im Bereich des Karlsplatz. Solche Aufenthaltsräume gebe es u.a. in der Schweiz und in Deutschland, dort hätten sie sich überaus bewährt und zu weniger Spritzen in Parks oder anderer Verunreinigungen geführt. Ein wichtiger Vorteil wäre auch, das in einem solchen Raum Sozialarbeiter beraten und mit den betroffenen Menschen sprechen könnten. Dieser Aufenthaltsraum sollte in einem Seitentrakt der Passage angesiedelt sein, nicht unbedingt dort, wo die meisten Menschen tagaus, tagein unterwegs sind. Als Zukunftsziel nannte Cammerlander die Schaffung von solchen Aufenthaltsräumen auch in anderen Bereichen der Stadt.

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