Karikaturen-Konflikt: Gusenbauer - Übergriffe stoßen auf Unverständnis

Iranische Behörden müssen Schutz der österreichischen Botschaftsangehörigen gewährleisten

Wien (SK) - SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer äußert sein Unverständnis für die Angriffe auf europäische Botschaften, insbesondere auf die österreichische Botschaft in Teheran. In Österreich werde das friedliche Miteinander der verschiedenen Glaubensrichtungen gelebt, Religionsfreiheit hochgehalten und große Rücksicht auf religiöse Gefühle genommen. Deshalb gebe es hierzulande absolut kein Verständnis für gewaltsame Übergriffe auf die österreichische Botschaft. ****

Gusenbauer erwartet von den iranischen Behörden, den Schutz der österreichischen Botschaftsangehörigen sicherzustellen und mäßigend auf die Bevölkerung einzuwirken. "Die gewalttätigen Handlungen müssen ein Ende haben, eine weitere Eskalation wäre brandgefährlich. Dafür ist auch ein sensibler Umgang mit den Worten und eine Mäßigung des Tones dringend notwendig."

Grundsätzlich erklärte Gusenbauer, dass in einem entwickelten Rechtsstaat nicht nur Gesetze und Verordnungen zum Tragen kommen, sondern auch Sensibilität, gegenseitige Achtung und Verständnis für andere Kulturen, Lebensweisen und Religionen. Dieses Selbstverständnis sei in Österreich gegeben, sieht Gusenbauer hier einen breiten Konsens.

Darüber hinaus sei es aber auch legitim und notwendig, für die hart erkämpften, von allen gesellschaftlichen Gruppen mitgetragenen, europäischen Grundwerte zu werben. Dies könnte durchaus von europäischer und österreichischer Seite mit etwas mehr Deutlichkeit erfolgen, so Gusenbauer abschließend. (Schluss) se

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