Kollektivvertrag: Uni-Dachverband fordert Rückkehr zur Vernunft

Wien (OTS) - Der Dachverband der österreichischen Universitäten (DV) hat vom 2. bis 3. Februar 2006 in einer Klausur intensiv über die Gestaltung eines zukunftsweisenden Kollektivvertrags (KV) für das Universitätspersonal beraten. Ziel des KV ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, einer breiten Basis von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, und zugleich den finanziellen Möglichkeiten der Universitäten Rechnung zu tragen. Auf dieser Grundlage wurde bereits im Sommer 2004 ein Entwurf vom DV vorgelegt, der bis zum Juli 2005 mit der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) verhandelt und gemeinsam weiterentwickelt wurde.

Die GÖD hat - nachdem sie zuvor die Verhandlungen für fünf Monate unterbrochen hat - nun einen KV-Entwurf vorgelegt, mit dem sie sich weit von ihrem ursprünglichen konstruktiven und ergebnisorientierten Verhandlungsstil entfernt hat.

Der GÖD-Entwurf sieht die Rückkehr zu einer nachhaltigen flächendeckenden Versteinerung der Personalstrukturen vor. Zu einem Kündigungsschutz, der sogar noch stärker ist als bisher für die Beamten, sollen Gehälter kommen, die höher sind als vergleichbare Gehälter in der Privatwirtschaft. Dies würde im Ergebnis zu einer Privilegierung einiger weniger auf Kosten des Großteils der Universitätsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen, insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses führen.

Demgegenüber bleibt der Dachverband bei seinem vor zwei Jahren erarbeiteten zukunftsträchtigen und international konkurrenzfähigen Modell, das in den nächsten Wochen in einem verfeinerten Entwurf vorgelegt wird. Auf dieser Grundlage ist der Dachverband der Universitäten zu weiteren Verhandlungen bereit und fordert die Gewerkschaft zur Rückkehr an den Verhandlungstisch und zur Vernunft im Interesse der Universitäten und aller ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf.

Rektor Univ.Prof. Dr. Rudolf G. Ardelt
Vorsitzender des Dachverbandes der Universitäten

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