Platter: Internationales Engagement im Kosovo unverzichtbar

Bei Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik

Wien (OTS) - Verteidigungsminister Günther Platter sprach sich gestern, Samstag, bei der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik dafür aus, die KFOR-Truppen im Kosovo nicht zu reduzieren. "Angesichts der Status-Verhandlungen und der aktuellen Entwicklungen im Kosovo muss man hier sensibel vorgehen." Internationales Engagement im Kosovo sei insbesondere in der jetzigen Phase unverzichtbar. Für Österreich sei der Westbalkan sicherheitspolitischer Schwerpunkt. "Wenn dort Friede herrscht, bedeutet das Sicherheit für Österreich."

Während der Konferenz kam es auch zu einem Treffen Platters mit seinem finnischen Amtskollegen Seppo Kääriäinnen. Beide Minister betonten dabei, dass die Zivil-Militärische Koordination (CMCO) eines der Schwergewichtsthemen während des Vorsitzes sei. "Rein militärisches Vorgehen reicht in vielen Fällen nicht aus. Die richtige Mischung aus militärischen und zivilen Elementen kann effektiv Stabilität garantieren", so Platter. Beim Verteidigungsministertreffen in Innsbruck Anfang März werde daher die Zivil-Militärische Koordination intensiv behandelt.

Platter berichtete seinem finnischen Amtskollegen auch vom österreichischen Balkan-Schwerpunkt. "Diese Region ist ein wichtiger Bereich für die europäische Integration." Platter wird daher nach dem Treffen der Verteidigungsminister in Innsbruck seine Amtskollegen am Balkan über die österreichische EU-Präsidentschaft informieren.

"Österreich und Finnland arbeiten gemeinsam für Kontinuität in der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik", erklärte Günther Platter. Die enge Abstimmung mit dem folgenden EU-Vorsitzland sei daher "von besonderem Wert für eine zukunftsorientierte Sicherheits-und Verteidigungspolitik" in der Europäischen Union. Finnland übernimmt Anfang Juli den EU-Vorsitz von Österreich.

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