Menschenrechte müssen auch für Flüchtlinge gelten

Das neue Asyl- und Fremdenrechtspaket ist in Kraft.

Wien (OTS) - Es ist unvorstellbar, dass Asylwerber die mit einer Österreicherin oder einem Österreicher verheiratet sind, zurück in ihr Heimatland müssen, um einen Antrag auf Niederlassungsbewilligung aus der zuständigen Botschaft stellen. In das Land, aus dem der/die AsylwerberIn geflohen ist, um sein Leben zu retten, muss er zurück, um legal nach Österreich einreisen zu können.
Weiters muss der Asylantrag zurückgezogen werden, um eine Niederlassungsbewilligung zu beantragen. Sobald das getan wird, ist der Asylwerber illegal in Österreich und wird deswegen auch ausgewiesen. Ein Teufelskreis, der nicht zu durchbrechen ist.

Weiters plädiert das WIK-Vernetzungsbüro seit langem für eine kollektive Regularisierung für Personen die länger als zwei Jahre in Österreich leben. Eine neue Kommission soll gegründet werden, damit die Anträge rasch überprüft und Asylwerber legalisiert werden.

Traumatisierte und Folteropfer.

Bisher waren sie geschützt; ab 1. Jänner 2006 werden auch sie gnadenlos deportiert.

Asylorganisationen sind der Meinung, dass die angeblich sicheren "Dublin"-Staaten, von denen bekannt ist, dass Flüchtlinge dort nicht sicher sind: zum Beispiel die Slowakei, wo die Anerkennungsrate knapp über Null Prozent beträgt, keine Lösung darstellt.

Wir verlangen die freie Wahl des Asyllandes durch den Flüchtling.

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