ÖAMTC: Feinstaub-Hysterie entbehrt sachlicher Grundlage

PM2,5-Anteile sind seit 1990 rückläufig

Wien (OTS) - Der ÖAMTC weist die derzeit absolut einseitig geführte Diskussion um Feinstaub schärfstens zurück. Sie dient offenbar nur der Panikmache und geht an den wahren Ursachen der Belastungen bewusst vorbei. Der ÖAMTC bemüht sich seit Jahren um eine sachliche Diskussion der Feinstaubproblematik. Die Fakten der mittlerweile sechsten Auflage der von der ÖAMTC AKADEMIE gemeinsam mit der Technischen Universität Wien erstellten Studie "Unsere Luft 1980 bis 2015 - Abgasemissionen, Luftqualität, Zukunftsstrategien" sprechen deutlich gegen die derzeitige Hysterie. "Die zur Zeit als besonders gesundheitsgefährdend eingestuften PM2,5-Anteile sind nachweislich seit 1990 rückläufig", stellt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher, klar.

Auf Basis von über 20.000 unterschiedlichen Daten wird in der Studie ein umfangreiches Bild der derzeitigen Luftschadstoff-Belastung gezeichnet. Mit Hilfe detaillierter Berechnungen kann die Entwicklung bis zum Jahr 2015 prognostiziert werden. Die Studie weist jedenfalls eindeutig nach, dass die Partikel-Emissionen - bezogen auf PM2,5 - zurückgegangen sind.

Fest steht hingegen, dass die Emissionen zwar zu zirka 14 Prozent vom Straßenverkehr (davon weniger als die Hälfte vom Pkw), aber überwiegend von vielen anderen Verursachern stammen. Dazu gehören Kraft- und Heizwerke, Industrie, Kleinverbraucher, Landwirtschaft, Off-Road-Maschinen, Schiffs- und Flugverkehr. In der kalten Jahreszeit tragen insbesondere die vielen alten Holz- und Kohleöfen zu einer Verschärfung der Situation bei. "Von Feinstaub-Maßnahmen ist in diesen Bereichen im Verhältnis zum Verkehr noch viel zu wenig zu hören", so Rohracher.

Alleine zwischen 1. Juli und 31. Dezember 2005 wurden rund 13.000 neue Diesel-Pkw mit Partikelfiltern gekauft. Dieser positive Trend und die zukünftige "Euro V"-Abgasrichtlinie werden zu einer weiteren Absenkung der Partikel-Emissionen (PM2,5) führen. Außerdem hat der Club erst jüngst in einem Test nachgewiesen, dass mutwillige Verkehrsbehinderungen für eine extreme Steigerung der Emissionen verantwortlich sind. Bei einer "Grünen Welle" hingegen würden die Partikel-Emissionen bei einem neuen Euro-4-Diesel-Fahrzeug mit Partikelfilter bereits unter der Nachweisgrenze liegen. Gespräche über die Schaffung Grüner Wellen mit der Stadt Wien sind beispielsweise bereits im Laufen.

Zur Eindämmung der belastenden Aufwirbelungen von Straßenstaub, der durch alle Verkehrsteilnehmer, also auch Busse und Straßenbahnen, verursacht wird, fordert der ÖAMTC dringend ein rascheres und effizientes Einkehren des Streusplitts.

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