Landtag für Lärmvermeidung im Verkehr

Frais: "Auf SP-Initiative bei Sitzung am 26.01 gemeinsame Resolution beschlossen"

Linz (OTS) - Lärmvermeidung ist die effektivste Lärmschutzmaßnahme - deshalb hat der Oö. Landtag auf wiederholte Initiative der SPÖ eine gemeinsame Resolution für Maßnahmen zur Lärmvermeidung im Straßen-und Bahnverkehr beschlossen. SP-Klubobmann Dr. Karl Frais erklärt die Hintergründe: "In der Lärmvermeidung liegt viel ungenutztes Potential, während gleichzeitig die Landschaft entlang der Autobahnen fast flächendeckend mit Lärmschutzwänden zugepflastert wird. Untersuchungen haben ergeben, dass bei Geschwindigkeiten ab 30 km/h das Reifen-Fahrbahn-Geräusch deutlich lauter als das Motorengeräusch des Fahrzeugs ist. Es ist deshalb dringend nötig, dass die Autoreifen endlich mit Lärmkennzahlen ausgestattet werden, damit sich die Konsumenten bewusst für leise Reifen entscheiden können. Auch beim Fahrbahnbelag ist großes Lärm-Einsparpotential bei Neubauten und Straßenerneuerungen gegeben. Außerdem soll auf EU-Ebene Druck gemacht werden, um die seit 10 Jahren stagnierenden Lärmemissionsgrenzwerte endlich herabzusetzen".

Es ist in zahlreichen Studien bewiesen worden, dass Lärm krank macht. Es ist außerdem erwiesen, dass die ersten Schritte in Richtung Lärmvermeidung leicht machbar sind. "Es sind bereits zahlreiche lärmarme Reifen im Fachhandel erhältlich - diese Reifen sind auch vom Preis her nicht teurer als andere, lautere Reifen. Das Problem besteht darin, dass die Lärmemissionen nicht auf den Reifen vermerkt sind und das macht die Kaufentscheidung für die Konsumenten schwierig", so Frais.

Auch als Naturfreunde-Vorsitzender hat sich Dr. Karl Frais für Lärmvermeidung im Verkehr und für den Landschaftsschutz ausgesprochen: "Sowohl Umweltminister Pröll als auch Vizekanzler Gorbach haben schriftlich ihre Unterstützung auch auf EU-Ebene signalisiert. Durch die Landtagsresolution gewinnt dieses Anliegen weiter an Gewicht".

Beim Verkehrslärm wirken sich bereits wenige vermiedene Dezibel sehr positiv aus: Laut Experten des Umweltbundesamts entspricht eine Reduktion von 3 Dezibel auf der Straße einer Verringerung des Verkehrs auf die Hälfte. "Diese 3 Dezibel Unterschied sind bereits durch den Einsatz lärmarmer Reifen erzielbar. Wenn gleichzeitig noch beim Fahrbahnbelag Fortschritte gemacht werden, dann können durch Lärmvermeidung Anrainer nachhaltig entlastet werden. Außerdem würde sich die öffentliche Hand viel Geld für teure Lärmschutzmaßnahmen sparen und damit auch zur Erhaltung des Landschaftsbildes beitragen".

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