• 02.02.2006, 10:54:15
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  • OTS0093 OTW0093

Landtag für Lärmvermeidung im Verkehr

Frais: "Auf SP-Initiative bei Sitzung am 26.01 gemeinsame Resolution beschlossen"

Linz (OTS) - Lärmvermeidung ist die effektivste Lärmschutzmaßnahme
- deshalb hat der Oö. Landtag auf wiederholte Initiative der SPÖ eine
gemeinsame Resolution für Maßnahmen zur Lärmvermeidung im Straßen-
und Bahnverkehr beschlossen. SP-Klubobmann Dr. Karl Frais erklärt die
Hintergründe: "In der Lärmvermeidung liegt viel ungenutztes
Potential, während gleichzeitig die Landschaft entlang der Autobahnen
fast flächendeckend mit Lärmschutzwänden zugepflastert wird.
Untersuchungen haben ergeben, dass bei Geschwindigkeiten ab 30 km/h
das Reifen-Fahrbahn-Geräusch deutlich lauter als das Motorengeräusch
des Fahrzeugs ist. Es ist deshalb dringend nötig, dass die Autoreifen
endlich mit Lärmkennzahlen ausgestattet werden, damit sich die
Konsumenten bewusst für leise Reifen entscheiden können. Auch beim
Fahrbahnbelag ist großes Lärm-Einsparpotential bei Neubauten und
Straßenerneuerungen gegeben. Außerdem soll auf EU-Ebene Druck gemacht
werden, um die seit 10 Jahren stagnierenden Lärmemissionsgrenzwerte
endlich herabzusetzen".

Es ist in zahlreichen Studien bewiesen worden, dass Lärm krank
macht. Es ist außerdem erwiesen, dass die ersten Schritte in Richtung
Lärmvermeidung leicht machbar sind. "Es sind bereits zahlreiche
lärmarme Reifen im Fachhandel erhältlich - diese Reifen sind auch vom
Preis her nicht teurer als andere, lautere Reifen. Das Problem
besteht darin, dass die Lärmemissionen nicht auf den Reifen vermerkt
sind und das macht die Kaufentscheidung für die Konsumenten
schwierig", so Frais.

Auch als Naturfreunde-Vorsitzender hat sich Dr. Karl Frais für
Lärmvermeidung im Verkehr und für den Landschaftsschutz
ausgesprochen: "Sowohl Umweltminister Pröll als auch Vizekanzler
Gorbach haben schriftlich ihre Unterstützung auch auf EU-Ebene
signalisiert. Durch die Landtagsresolution gewinnt dieses Anliegen
weiter an Gewicht".

Beim Verkehrslärm wirken sich bereits wenige vermiedene Dezibel
sehr positiv aus: Laut Experten des Umweltbundesamts entspricht eine
Reduktion von 3 Dezibel auf der Straße einer Verringerung des
Verkehrs auf die Hälfte. "Diese 3 Dezibel Unterschied sind bereits
durch den Einsatz lärmarmer Reifen erzielbar. Wenn gleichzeitig noch
beim Fahrbahnbelag Fortschritte gemacht werden, dann können durch
Lärmvermeidung Anrainer nachhaltig entlastet werden. Außerdem würde
sich die öffentliche Hand viel Geld für teure Lärmschutzmaßnahmen
sparen und damit auch zur Erhaltung des Landschaftsbildes beitragen".

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: (0732) 7720-11313

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