Außenministerin Ursula Plassnik vertritt die EU in London bei der internationalen Ministerkonferenz zu Afghanistan

London (OTS) - Plassnik: "Afghanistan in den nächsten fünf Jahren:
Eigenverantwortung mit internationaler Unterstützung"

Außenministerin Plassnik nimmt heute in London an der internationalen Ministerkonferenz zu Afghanistan teil. Ziel der Konferenz ist es, die Partnerschaft der internationalen Gemeinschaft mit Afghanistan für die nächsten fünf Jahre zu erneuern. An der Konferenz, die von Premierminister Blair, dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai und UN-Generalsekretär Kofi Annan eröffnet wurde, nehmen rund 50 Staaten teil.

Plassnik, die mit dem Präsidenten Afghanistans, Hamid Karzai, zusammentraf, würdigte die seit 2002 in Afghanistan erzielten Fortschritte. In ihrer Konferenzerklärung als EU-Ratsvorsitzende hob sie auch die großen Anstrengungen hervor, die die EU in den letzten vier Jahren unternommen hat, um Afghanistan auf dem Weg zu Demokratie und Stabilität zu unterstützen. Die EU hat seit 2002 Hilfsleistungen in der Höhe von rund 3,1 Milliarden Euro bereitgestellt.

Außenministerin Plassnik bekräftigte die Bereitschaft der EU, ihr Engagement beim Wiederaufbau in Afghanistan fortzusetzen. "Die Konferenz ist ein deutliches Zeichen, dass die internationale Gemeinschaft der weiteren Entwicklung in Afghanistan und dem Schicksal des afghanischen Volkes große Bedeutung zumisst. Sie beweist unsere Entschlossenheit, Afghanistan auf dem Weg zu einem stabilen, sicheren und demokratischen Staat zur Seite zu stehen", so Plassnik.

"Die Konferenz in London hat eine sehr gute Grundlage zur Bewältigung der vielen noch verbleibenden Herausforderungen in Afghanistan geschaffen", erklärte Plassnik. "Afghanistan tritt nun in eine neue Phase ein, in der es zunehmend wichtig wird, das afghanische "Ownership" zu stärken und die inzwischen geschaffenen staatlichen Institutionen besser in die Lage zu versetzen, ihre Aufgaben gegenüber der afghanischen Bevölkerung in effizienter Weise wahrzunehmen."

Die afghanische Regierung hat in London mit der Präsentation der Nationalen Entwicklungsstrategie den Willen zur Fortsetzung der Reformen und zu größerer Eigenverantwortung demonstriert.

Hauptergebnis der Konferenz in London ist die Annahme des so genannten "Afghanistan Compact", der in den nächsten fünf Jahren die Grundlage der Partnerschaft zwischen der internationalen Gemeinschaft und Afghanistan darstellen wird. Darin verpflichtet sich die afghanische Regierung, die notwendigen Reformen anhand von konkreten Zielvorgaben und einer nationalen Entwicklungsstrategie konsequent fortzuführen. Im Gegenzug sagt die internationale Gemeinschaft zu, Afghanistan beim Wiederaufbau- und Reformprozess weiter aktiv zu unterstützen.

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