Tarnen und Täuschen als ÖVP-Bildungsstrategie

Frais: "Gehrer und Enzenhofer wollen bei PISA schwächere Schüler verstecken".

Linz (OTS) - Oberösterreich liegt laut der aktuellen Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft beim Bildungsniveau hinter den österreichischen Nachbarländern Slowakei, Slowenien und Tschechien zurück. "Ein klares Alarmsignal für das heimische Bildungssystem. Doch anstatt die Bildungslandschaft in Österreich zu verbessern, wollen ÖVP-Bildungspolitiker beim nächsten PISA-Test schwächere Schüler nicht mitmachen lassen. In Schulnoten ist diese Reaktion als klares Ungenügend zu werten. Es geht nicht darum bei Vergleichstests zu schummeln, sondern die eigenen Schwachstellen zu erkennen und sich von den Siegern wie Finnland positive Anregungen zu holen", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Das Ziel der derzeitigen ÖVP-Bildungspolitik bestehe offenbar darin, den bloßen Schein nach außen zu wahren und die alarmierenden Ergebnisse unter den Teppich zu kehren.

"Es stimmt auch nicht, wenn von der ÖVP behauptet wird, dass allein der hohe Anteil an MigrantInnen für Österreichs schlechtes Abschneiden bei PISA verantwortlich gewesen wäre: Von den 10 Prozent der schlechtesten LeserInnen waren nur 3 Prozent Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache und 7 Prozent Kinder mit deutscher Muttersprache", so der SP-Klubchef. Die SPÖ hat hingegen einen positiven Zugang zur Bildung: "Wir wollen niemanden aussperren oder verstecken, sondern alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Möglichkeiten bestmöglich fördern".

Die ÖVP werde jetzt eingeholt von den Resultaten einer jahrelangen verfehlten Bildungspolitik, stellt Frais fest. "Die Ergebnisse von Schulstundenkürzungen und Universitäts-Zugangsbeschränkungen haben Gehrer und die ÖVP zu verantworten. Österreich liegt nur im Mittelfeld der ehemaligen Oststaaten beim Bildungsniveau -Oberösterreich liegt sogar deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt. Wenn die Landes-ÖVP aufgrund dieser Ergebnisse die oberösterreichischen Fachhochschulen lobt, dann sollte sie auch dazu sagen, dass diese nur durch den Druck der SPÖ rasch ausgebaut wurden. Es ist auch für die ÖVP höchste Zeit ihre Uralt-Bildungsblockaden aufzugeben, auf Mogelaktionen zu verzichten und endlich gemeinsam mit der SPÖ an einem fortschrittlichen österreichischen Bildungssystem zu arbeiten".

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: (0732) 7720-11313

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001