• 31.01.2006, 12:34:10
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Tarnen und Täuschen als ÖVP-Bildungsstrategie

Frais: "Gehrer und Enzenhofer wollen bei PISA schwächere Schüler verstecken".

Linz (OTS) - Oberösterreich liegt laut der aktuellen Studie des
Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft beim Bildungsniveau
hinter den österreichischen Nachbarländern Slowakei, Slowenien und
Tschechien zurück. "Ein klares Alarmsignal für das heimische
Bildungssystem. Doch anstatt die Bildungslandschaft in Österreich zu
verbessern, wollen ÖVP-Bildungspolitiker beim nächsten PISA-Test
schwächere Schüler nicht mitmachen lassen. In Schulnoten ist diese
Reaktion als klares Ungenügend zu werten. Es geht nicht darum bei
Vergleichstests zu schummeln, sondern die eigenen Schwachstellen zu
erkennen und sich von den Siegern wie Finnland positive Anregungen zu
holen", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Das Ziel der derzeitigen
ÖVP-Bildungspolitik bestehe offenbar darin, den bloßen Schein nach
außen zu wahren und die alarmierenden Ergebnisse unter den Teppich zu
kehren.

"Es stimmt auch nicht, wenn von der ÖVP behauptet wird, dass
allein der hohe Anteil an MigrantInnen für Österreichs schlechtes
Abschneiden bei PISA verantwortlich gewesen wäre: Von den 10 Prozent
der schlechtesten LeserInnen waren nur 3 Prozent Kinder mit
nichtdeutscher Muttersprache und 7 Prozent Kinder mit deutscher
Muttersprache", so der SP-Klubchef. Die SPÖ hat hingegen einen
positiven Zugang zur Bildung: "Wir wollen niemanden aussperren oder
verstecken, sondern alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer
Möglichkeiten bestmöglich fördern".

Die ÖVP werde jetzt eingeholt von den Resultaten einer jahrelangen
verfehlten Bildungspolitik, stellt Frais fest. "Die Ergebnisse von
Schulstundenkürzungen und Universitäts-Zugangsbeschränkungen haben
Gehrer und die ÖVP zu verantworten. Österreich liegt nur im
Mittelfeld der ehemaligen Oststaaten beim Bildungsniveau -
Oberösterreich liegt sogar deutlich unter dem
Österreich-Durchschnitt. Wenn die Landes-ÖVP aufgrund dieser
Ergebnisse die oberösterreichischen Fachhochschulen lobt, dann sollte
sie auch dazu sagen, dass diese nur durch den Druck der SPÖ rasch
ausgebaut wurden. Es ist auch für die ÖVP höchste Zeit ihre
Uralt-Bildungsblockaden aufzugeben, auf Mogelaktionen zu verzichten
und endlich gemeinsam mit der SPÖ an einem fortschrittlichen
österreichischen Bildungssystem zu arbeiten".

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: (0732) 7720-11313

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS4

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