NextiraOne Studie über IP-Kenntnisse zeigt Kompetenzlücke in Europa auf

Wien (OTS) - In europäischen Unternehmen hat sich eine Lücke zwischen der betrieblich notwendigen Einführung von konvergenten Internet-Protokoll (IP)-Netzwerken und dem vorhandenen internen Fachwissen aufgetan. Laut der IP Skills Studie, einem paneuropäischen Forschungsprojekt, welches unter der Leitung von NextiraOne gemeinsam mit der führenden amerikanischen Analysten-Gesellschaft "The Yankee Group" durchgeführt wurde, weisen nahezu drei Viertel der Unternehmen mangelnde IP-Kenntnisse auf.

Österreich hat in Bezug auf IP-Fertigkeiten gegenüber anderen EU-Staaten noch einen weiten Weg vor sich. Viele befragte Unternehmen gaben an, dass größere Investitionen in Arbeitskräfte benötigt werden, um den Managementaufgaben der IP-Communications gerecht zu werden.

23 Prozent der Befragungsteilnehmer der NextiraOne IP Skills Studie halten das Sicherheitsmanagement für die grösste Herausforderung, wenn es darum geht, eine IP-Infrastruktur umzusetzen und aufrechtzuerhalten. Diese Problematik wird verschärft durch die Tatsache, dass es sich dabei um einen der Bereiche handelt, in dem die europäischen Unternehmen das geringste Qualifikationsniveau aufweisen, denn nicht einmal jedes zehnte Unternehmen (9,3 Prozent) erachtet Sicherheitskompetenz als wesentlichen Bestandteil der beruflichen Qualifikationen.

Zu den drei wichtigsten Herausforderungen, denen sich die Befragungsteilnehmer bei der Einführung der IP-Netzwerke gegenübersehen, gehören nach der Sicherheit auch das Messen und Steuern der Servicequalität bei betriebskritischen Anwendungen (18 Prozent) sowie das damit verbundene Thema der Gestaltung und Entwicklung der Netzwerkinfrastruktur (13 Prozent).

Der Qualifikationsunterschied zeigt sich auch in diesen Bereichen, denn die Befragungsteilnehmer führen an, dass das Bereitstellen von Anwendungen eine kritische Schwäche sei, die lediglich 8,4 Prozent der Unternehmen als wichtig bezeichnen.

Dagegen erklärt die Mehrheit der Personen, die im Rahmen der NextiraOne IP Skills Studie befragt wurden, dass der Schwerpunkt der internen Qualifikationen auf den Bereichen lokale Netzwerkinfrastruktur (19 Prozent), Datenkommunikation (16 Prozent) und Computerinfrastruktur (18 Prozent) liegt.

"Die IP-Präsenz in modernen Unternehmensnetzwerken ist mittlerweile gang und gäbe. Die künftige Herausforderung für die Firmen wird in der Bewältigung auftretender Kompetenzlücken im Bereich der IP-Anwendungen liegen", erklärte Neil Moss, Marketing-Direktor; NextiraOne Europe. "Die IP-Telefonie hat 2005 einen Schritt nach vorne gemacht; es geht nicht mehr nur um Kosteneinsparungen, sondern auch darum, wie Unternehmen, besonders solche mit multinationalen Standorten, in sicherer Form und in vollem Umfang von den Anwendungen profitieren können. Der Integration und der Messung der Servicequalität wird man im Jahr 2006 weiterhin hohe Priorität einräumen."

Die Analysten der Yankee Group haben kürzlich herausgefunden, dass 95 Prozent der multinationalen Unternehmen momentan planen, IP in ihr Netzwerk aufzunehmen, und für 51 Prozent lag das Hauptaugenmerk auf der optimalen Nutzung der IP-Anwendungen. Dies war noch vor den Kosten ein wesentliches Argument für die Umstellung auf IP.

Die NextiraOne IP Skills Studie stellte fest, dass europäische Unternehmen der Lücke in den IP-Kenntnissen mit dem Einsatz von Service-Providern und der internen Rekrutierung von Fachwissen begegnen. Drei von fünf Befragungsteilnehmern erklärten, dass sie sehr wahrscheinlich auf einen Netzwerk- oder Systemintegrator zurückgreifen werden, um die Installation oder Aktualisierung eines IP-Netzwerkes und der Anwendungen zu bewältigen. Die Investition in interne Kompetenz zielt auf die Integration und Unterstützung neuer Anwendungen, unter Berücksichtigung von mobilen Anwendungen, Sicherheitsmanagement sowie der Gestaltung und Entwicklung von Netzwerkinfrastruktur ab.

"Dank der Erhebung von NextiraOne wurde bei europäischen Unternehmen ein erheblicher Mangel an IP-Kenntnissen deutlich. Systemintegratoren sind momentan die besten Quellen für IP-Kenntnisse und Training", ergänzt Neil Moss. "Firmen, die in IP-Technologien investieren, dürften von Effizienz- und Produktivitätssteigerungen profitieren. Daher sollten öffentliche wie auch private Unternehmen gleichermassen einen genauen Blick auf die IP-Telefonie werfen."

Österreich hat "Know-how-Lücken" in Bezug auf die umfassende Netzwerk-Sicherheit, da viele Unternehmen die Security als den umfangreichsten Teilbereich in Bezug auf Know-how betrachten (56 Prozent). Nur 30 Prozent der Befragten hatten tatsächlich Ahnung von Netzwerk-Sicherheit.

Die Situation in den österreichischen IT- und Kommunikationsabteilungen ist klar

- obwohl etwas Basiswissen existiert, müsste noch mehr Geld in spezielle Weiterbildungsprogramme investiert werden, um die Anforderungen der Unternehmen zu erfüllen. Dieser Aussage stimmen 69 Prozent der Befragten zu.

Die heutige Situation zeigt, dass noch viel Arbeit getan werden muss, um die IP Netzwerk-Sicherheit zu verbessern. 50 Prozent gaben an, dass sie ihr gesamtes IP Know-how innerhalb des Unternehmens haben, die anderen 50 Prozent gaben an, dass ihr Arbeitgeber keine Fortbildungsmöglichkeiten oder ähnliches anbieten.

Wachstum bei IP-Netzwerken

NextiraOne hat im Jahr 2005 ein starkes Wachstum im Bereich der IP-Netzwerke festgestellt, da Firmenkunden ihre direkten Investitionen bei Telekommunikationsunternehmen reduzieren möchten und auf Anwendungen zurückgreifen, die geschäftliche und betriebliche Vorteile bieten.

Die IP-Telefonie ist die populärste Einsatzform der IP-Netzwerke in Europa, denn mehr als ein Viertel der Befragungsteilnehmer bezeichnet diese Technologie als ihren wichtigste IP-Anwendungsbereich. Web-Services (18 Prozent), Unified Communication (14 Prozent) und die Computer Telephony Integration (CTI) sind ebenfalls beliebte Anwendungen.

"Das rasche Wachstum von IP in ganz Europa macht nur zu deutlich, wie zwingend der Business Case für IP ist - insbesondere für multinationale Organisationen", erklärte Moss abschliessend.

NextiraOne IP Skills Studie

NextiraOne befragte im Sommer 2005 300 technische Manager, die in Unternehmen aus sieben europäischen Ländern (Österreich, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien, Schweiz und Grossbritannien) für die Bereiche Daten und Telekommunikation verantwortlich sind.
Die Auswertung erfolgte durch die Yankee Group. Die detaillierten Ergebnisse finden Sie unter folgendem link:
www.nextiraone.at/at/presse/news/archiv/content/00499/index.php

Über NextiraOne Austria GmbH:

NextiraOne ist Europas größter herstellerunabhängige Integrator für konvergente Sprach- und Datennetzwerke (insbesondere IP Communications), Business Protection (Security), Multimedia Contact Center, CRM, System Configuration Management, Managed Services etc. und verfügt über ein globales Servicenetz, ein breites Portfolio an Zertifizierungen und umfangreiche Produkterfahrung. Abgestimmt auf die speziellen Anforderungen und Geschäftsfelder der Kunden designt, realisiert und managt NextiraOne innovative und zuverlässige Kommunikationslösungen für jedes Marktsegment und jede Branche. Mit mehr als 400 Vertriebs- und Serviceexperten ist NextiraOne flächendeckend in ganz Österreich vertretenvertreten. Weltweit gibt es 16 Niederlassungen in Europa und drei in den USA. Zentralen sind in Houston, Texas und Paris, Frankreich.

Über die Yankee Group

Die Yankee Group (www.yankeegroup.com) ist weltweit führend in der Kommunikations- und Netzwerk-Forschung sowie -Beratung. Die Gesellschaft hilft Unternehmungen, die Möglichkeiten, die Risiken und den Wettbewerbsdruck zu verstehen, die sich bei Entwicklung, Verbreitung und Verbrauch von Produkten und Dienstleistungen zum Vorantreiben von Kommunikations- und Informationsaustausch ergeben. Zurzeit in ihrer vierten Dekade, hat die Yankee Group ihren Sitz in Boston mit weiteren Niederlassungen in Nordamerika und Europa.

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NextiraOne Austria GmbH
Mag. Nicole Plein
Communications Manager
Tel. 05 77 33-4827
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