- 29.01.2006, 10:15:55
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Kuntzl: Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen hat arbeitsmarktpolitische, pädagogische und volkswirtschaftliche Bedeutung
"Clever-Kids"-Entwurf liegt fix und fertig im Parlament
Wien (SK) - "Jeder in den Ausbau von Kinderbetreuung investierte
Cent kommt zumindest als Euro zurück", betonte SPÖ-Familiensprecherin
Andrea Kuntzl am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Kuntzl
argumentiert, dass eine den Bedürfnissen der Familien gerechte
hochqualitative Kinderbetreuungseinrichtung mit flexiblen
Öffnungszeiten nicht nur der Schlüssel für die Erwerbstätigkeit von
Frauen ist, sondern auch wesentliche Impulse der Frühförderung bietet
und sich volkswirtschaftlich rechnet. ****
Kuntzl verweist auf eine aktuelle Studie im Auftrag von "Kinder in
Wien" und erstellt von WU-Wissenschaftern, die besagt dass der
volkswirtschaftliche Wertschöpfungseffekt allein der Wiener
Kindertageseinrichtungen mit 166 Mio. Euro anzusetzen ist, 11.300
Vollzeit-Arbeitsplätze direkt oder indirekt durch die Wiener
Kindertageseinrichtungen gesichert sind und die
Kindertageseinrichtungen einen zusätzlichen Konsum durch Beschäftigte
in anderen Sparten in der Höhe von 44 Millionen Euro generieren.
"Allein von ökonomischer Seite her ist es haarsträubend, nicht in
Kinderbetreuungseinrichtungen zu investieren. Aber auch im Sinne der
Beteiligung der Frauen am Erwerbsleben und der Förderung der Kinder
spricht alles dafür." So hat die EU-Kommission zum wiederholten Male
die österreichische Regierung wegen der zu geringen Bemühungen der
österreichischen Regierung, die Kinderbetreuungseinrichtungen
auszubauen, kritisiert. Österreich ist vom Lissabon-Ziel, bis 2010
für ein Drittel der Unter-Dreijährigen in außerhäuslicher Betreuung
zu haben, weit entfernt. Das muss nicht so sein", bemerkte Kuntzl.
Ein SPÖ-Entwurf für ein Kinderbetreuungs-Grundsatzgesetz zum Ausbau
von qualitätsvoller Kinderbetreuung liegt fix und fertig im
Parlament. "Die Regierung müsste bloß unser 'Clever-Kids'-Programm
umsetzen, statt über weitere Steuergeschenke für Wohlhabende
nachzudenken", so Kuntzl abschließend. (Schluss) up
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
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