- 27.01.2006, 11:45:18
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SJÖ fordert Änderung der Kärntner Landeshymne
Letzte Strophe dient manchen offenbar immer noch zur Rechtfertigung ewiggestriger Geschichtsmythen
Wien (OTS) - Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) fordert im
Zuge des Kärnter Ortstafel-Streits eine Umänderung der Kärntner
Landeshymne. Für Ludwig Dvorak, Vorsitzenden der SJÖ, bietet die
aktuelle Diskussion eine gute Gelegenheit, den historischen Ballast
des Landes, den der Kärntner Landeshauptmann nun für seine
persönlichen Zwecke vereinnahmt, umfassend abzuwerfen. Nachdem nun
der Kärntner Abwehrkämpferbund (KAB) anscheinend mit der Einführung
weiterer zweisprachiger Ortstafeln "die Absteckung eines slowenischen
Gebietes fürchtet", schlägt Dvorak vor, sich die letzte Strophe der
Hymne, die anscheinend immer noch zur Legitimierung einer
ewiggestrigen "Blut-und-Boden"-Ideologie herangezogen wird,
weltoffener zu gestalten. Bisher ist dort zu lesen: "Wo Mannesmut und
Frauentreu'. Die Heimat sich erstritt aufs neu'. Wo man mit Blut die
Grenze schrieb ..."
Dvorak findet es inakzeptabel, dass in der Hymne, für den KAB
sowie für den Landeshauptmann die Grenzen in Kärnten offensichtlich
noch immer mit Blut gechrieben sind. "Diese Mentalität entspricht
nicht der eines demokratischen Rechtsstaates. Als Lerngegenstand
allen Kärntner Volksschulen ist die Landeshymne in der Form nicht
geeignet demokratische und minderheitenfreundliche Werte zu
vermitteln. Sie dient dafür aber rückwärtsorientierten Organisationen
und Personen als Legitimation für eine auf allen Ebenen abzulehnende
Politik. Dieser gilt es den Boden zu entziehen", so Dvorak
abschließend.
Rückfragehinweis:
SJÖ
Wolfdietrich Hansen
Tel.: 01 523 41 23 oder 0699 19 15 48 04
http://www.sjoe.at
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