SJÖ fordert Änderung der Kärntner Landeshymne

Letzte Strophe dient manchen offenbar immer noch zur Rechtfertigung ewiggestriger Geschichtsmythen

Wien (OTS) - Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) fordert im Zuge des Kärnter Ortstafel-Streits eine Umänderung der Kärntner Landeshymne. Für Ludwig Dvorak, Vorsitzenden der SJÖ, bietet die aktuelle Diskussion eine gute Gelegenheit, den historischen Ballast des Landes, den der Kärntner Landeshauptmann nun für seine persönlichen Zwecke vereinnahmt, umfassend abzuwerfen. Nachdem nun der Kärntner Abwehrkämpferbund (KAB) anscheinend mit der Einführung weiterer zweisprachiger Ortstafeln "die Absteckung eines slowenischen Gebietes fürchtet", schlägt Dvorak vor, sich die letzte Strophe der Hymne, die anscheinend immer noch zur Legitimierung einer ewiggestrigen "Blut-und-Boden"-Ideologie herangezogen wird, weltoffener zu gestalten. Bisher ist dort zu lesen: "Wo Mannesmut und Frauentreu'. Die Heimat sich erstritt aufs neu'. Wo man mit Blut die Grenze schrieb ..."

Dvorak findet es inakzeptabel, dass in der Hymne, für den KAB sowie für den Landeshauptmann die Grenzen in Kärnten offensichtlich noch immer mit Blut gechrieben sind. "Diese Mentalität entspricht nicht der eines demokratischen Rechtsstaates. Als Lerngegenstand allen Kärntner Volksschulen ist die Landeshymne in der Form nicht geeignet demokratische und minderheitenfreundliche Werte zu vermitteln. Sie dient dafür aber rückwärtsorientierten Organisationen und Personen als Legitimation für eine auf allen Ebenen abzulehnende Politik. Dieser gilt es den Boden zu entziehen", so Dvorak abschließend.

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