SPÖ drängt im Kärntner Landtag auf bundeseinheitliches Jugendschutzgesetz

Prettner und Kaiser: Bundesweite Maßnahmen gegen Konsum von Alkopops durch Jugendliche dringend gefordert - Alle Jugendlichen sind gleich viel wert!

Klagenfurt (SP-KTN) - Mit einem Antrag im Kärntner Landtag will
die SPÖ-Kärnten auf die Bundesregierung Druck in Sachen Jugendschutz machen. "Die Kärntner Landesregierung wird aufgefordert, in Verhandlungen mit der Bundesregierung sicherzustellen, dass in allen Bundesländern Österreichs der Jugendschutz einheitlich geregelt wird", erklärt der Klubobmann der Sozialdemokraten im Kärntner Landtag. Es sei zuwenig, bloß einer "Harmonisierung der Bestimmungen" das Wort zu reden, es bedürfe "Mut, Verstand und Verantwortungsgefühl." Kaiser: "Alle Jugendlichen haben das Recht auf einen zeitgemäßen, sinnvollen, effektiven und gleichen Schutz. Der Österreichvergleich zeigt dabei, dass Jugendschutz sehr unterschiedlich interpretiert wird, Kärnten aber bereits eine Vorreiterrolle in Sachen Jugendschutz übernommen hat."

SP-Jugendsprecherin LAbg. Beate Prettner kündigte an, gemeinsam mit Klubobmann Kaiser und Jugendreferentin Schaunig alle Initiativen für eine Verbesserung des Jugendschutzes zu ergreifen. "Wir sind hier in Kärnten auf einem sehr guten Weg", so Prettner, die ÖVP, BZÖ und FPÖ scharf kritisiert. Unzählige Male hätten die politischen Mitbewerber zugesichert, der Einstiegsdroge Alkopops den Kampf ansagen zu wollen, "bloß sind bis zum heutigen Tage nur Initiativen von der SPÖ gekommen, die Bundesregierung scheint sich vor der Alkopoplobby zu fürchten."

Wie eine Studie vom Fonds Gesundes Österreich" zeigt, werden die Alkohol-Konsumenten hierzulande immer jünger. Erste Erfahrungen sammeln Jugendliche bereits mit elf Jahren, knapp zehn Prozent der 13-Jährigen haben schon mehr als 40 Mal Alkohol konsumiert. "Ready-to-drink"-Getränke mit hohem Zuckergehalt wie die seit einigen Jahren trendigen Alkopops begünstigen für viele Jugendliche den erstmaligen Griff zur Flasche. Dabei bleibe es meist nicht, warnt Prettner, die Formen jugendlichen Alkohol-Konsums würden immer krasser und gingen bis zum so genannten Komatrinken. Prettner: "Als Ärztin weiß ich um die Gefahren, die mit diesem Umgang mit Alkohol verbunden sind und kann die Untätigkeit der Bundesregierung weder als Medizinerin noch als Mutter nachvollziehen."

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