ÖAMTC warnt: Frostschäden auf Straßen bergen Gefahren

Straßenerhalter und Lenker treffen besondere Verpflichtungen

Wien (OTS) - "Bei der derzeitigen Wettersituation können knöcheltiefe Löcher auf den Straßen entstehen", warnt ÖAMTC-Experte Willy Matzke. Durch den Wechsel von Frost- und Tauperioden ist die Gefahr von Frostaufbrüchen besonders groß.

"Frostaufbrüche gibt es nur dort, wo im Winter Wasser durch die defekte Oberfläche eines Straßenbelages eindringen kann. Besonders groß ist die Gefahr von Frostaufbrüchen auf Nebenstrecken, weil hier Straßenschäden in den vergangenen Jahren stellenweise nur oberflächlich saniert worden sind", sagt Matzke. Aufbrechen können aber auch defekte Dünnschichtbeläge auf Autobahnen. Holpert man mit dem Auto über ein Schlagloch, können Reifen und Fahrwerk davon Schaden nehmen aber auch Unfälle die Folge sein, warnt der ÖAMTC-Experte.

So haftet der Straßenerhalter

"Bei Frostaufbrüchen treffen sowohl Straßenerhalter als auch Lenker besondere Verpflichtungen", macht ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer aufmerksam.
"Der Straßenerhalter haftet für Unfälle aufgrund von Fahrbahnschäden nur bei grobem Verschulden oder Vorsatz, etwa wenn er von der Gefahr gewusst und dennoch nichts dagegen unternommen hat", sagt Hoffer. "Kassiert der Straßenerhalter für die Benützung der Straße eine Maut - dazu gehört auch die Autobahnvignette -, dann haftet der Straßenerhalter auch schon bei leichter Fahrlässigkeit, wenn er nicht beweisen kann, dass ihn am Unfall bzw. Schaden kein Verschulden trifft."

Die Fahrweise muss stimmen

Die Lenker sind verpflichtet, die Fahrweise dem Straßenzustand anzupassen. Verkehrszeichen, Geschwindigkeitsbeschränkungen usw. müssen beachtet werden. "Wer auf Sicht fährt, den entsprechenden Sicherheitsabstand einhält und dem Fahrbahnzustand die nötige Aufmerksamkeit widmet, wird vor so manch überraschend auftauchendem Schlagloch noch rechtzeitig reagieren können. Schäden am Fahrzeug und Unfälle können so vermieden werden", so der ÖAMTC-Jurist.

(Schluss)
Heimo Gülcher

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