Bei 180 km/h gibt es Führerscheinentzug auch auf der Tempoversuchstrecke

Bei Tempoteststrecken wird scharf kontrolliert werden

Wien, 17.01.2006 (OTS) - "Damit bei den vom Verkehrsminister beabsichtigten Tempoversuchsstrecken die derzeitige Führerscheinentzugsgrenze mit 180 km/h auch bestehen bleibt, ist eine entsprechende Gesetzesnovelle notwendig", kommentierte Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka den morgen im Verfassungsausschuss zu beschliessenden Koalitionsantrag. "Nötig ist dies, da nach der derzeitigen Rechtslage der Führerschein auf der Autobahn nur bei Tempoüberschreitung der jeweilig vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h außerhalb des Ortsgebietes entzogen werden kann, also erst bei 210 km/h", erläuterte Kukacka.

Damit insgesamt die Verkehrssicherheit auch beim geplanten Tempoversuch gewährleistet ist, nannte Kukacka auch weitere Sicherheitserfordernisse für den Betrieb einer Teststrecke.

Damit auch eine zweispurige Strecke für den Tempoversuch den grundsätzlichen Sicherheitsanforderungen genügt (beispielsweise beim Überholen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zwischen PKW und LKW), werde laut Verkehrsminister Gorbach ein LKW-Überholverbot verfügt werden und weiters variable Verkehrsbeeinflussungsanlagen mit variabler Tempoanzeige für unterschiedliche Wetter- und Verkehrslagen geschaffen werden. Darüber hinaus ist beabsichtigt, eine Section Control für die Versuchsstrecke einzurichten.
Durch die vorgelegte Novelle des Führerscheingesetzes werde nun die gesetzliche Möglichkeit der sofortigen Abnahme der Lenkberechtigungen bei überhöhter Geschwindigkeit (über 180 km/h) geschaffen, schloss Verkehrsstaatssekretär Kukacka.

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