Klimt-Bilder: Österreichisches Schiedsgericht entscheidet für Restitution

Wien (OTS) - Mit dem nun vorliegenden Schiedsspruch zu fünf Gemälden von Gustav Klimt, die auf Grund eines Testaments von Adele Bloch-Bauer an die Österreichische Galerie Belvedere gelangt waren, wurde der endgültige Abschluss eines 6-jährigen Rechtstreits erreicht.

Das österreichische Schiedsgericht ist unter Anwendung des österreichischen Rechts - insbesondere des österreichischen Kunstrückgabegesetzes 1998 - zum Ergebnis gelangt, dass die Bilder Adele Bloch Bauer I ("Goldene Adele"), Adele Bloch Bauer II, Apfelbaum, Birkenwald/Buchenwald sowie Häuser in Unterach am Attersee an Maria Altmann und ihre Familienmitglieder zu restituieren sind.

Grundlage dafür bildete das im Jahr 1998 von der Bundesregierung eingebrachte mit den Stimmen aller Parlamentsparteien beschlossene Kunstrückgabegesetz. Mit diesem Gesetz, welches in vielen europäischen Staaten als beispielhaft gilt, ist es gelungen, einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung hinsichtlich begangenen Unrechts während der Zeit des Nationalsozialismus zu leisten.

Obgleich es sich bei den fünf Gemälden von Gustav Klimt um herausragende Werke der österreichischen bildenden Kunst des frühen 20. Jahrhunderts handelt, wird die Republik Österreich dem Schiedsspruch Folge leisten.

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