• 13.01.2006, 14:48:09
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Mehr als 10 Prozent Ökostrom in Niederösterreich

Für 2006 ist Ausbau von Biomassewärme und Biogas geplant

St. Pölten (NLK) - Laut Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank konnten in
Niederösterreich im vergangenen Jahr in allen Bereichen der
erneuerbaren Energie deutliche Zuwächse erzielt werden.
"Hervorragende Ergebnisse" brachten auch die Erfolge der
Wohnbauförderung seit der Einführung des Energieausweises und des
stufenförmigen Förderungsmodells. In Summe hat sich der Anteil des
Ökostroms in Niederösterreich von 2004 auf 2005 von 7 auf 10,3
Prozent erhöht.

In ganz Österreich werden derzeit rund 25 Prozent des
Energiebedarfs durch erneuerbare Quellen gedeckt. Einen Großteil
davon nehmen einerseits Wasserkraft, andererseits Biomasse ein. Im
Bundesland Niederösterreich wird die Nutzung regenerativer
Energiequellen seit Jahren forciert. So ist etwa die
Weiterentwicklung der Biomassenutzung zu Heizzwecken zu einem
weltweit herzeigbaren Erfolgsmodell geworden, aus der traditionellen
Holzverbrennung haben sich High Tech-Geräte "made in Austria"
entwickelt. Weitere Beispiele sind die Biogasanlagen oder die
Windkraft, die nach der Wasserkraft zur wichtigsten erneuerbaren
Ressource in Europa geworden ist. Österreichweit werden mittlerweile
3 Prozent Strom aus Wind erzeugt, in Niederösterreich sind es mehr
als 7 Prozent. Diese guten Erfahrungen im Ökostrom-Bereich bringen
auch der österreichischen bzw. niederösterreichischen Wirtschaft
große Chancen am internationalen Markt.

Die aktuelle Verteuerung von Öl und Gas verdeutlicht die
Notwendigkeit der Nutzung erneuerbarer Ressourcen. "Einerseits muss
es uns gelingen, den enormen Energiebedarf zu reduzieren und weniger
zu verbrauchen, andererseits sind alle verfügbaren erneuerbaren
Quellen möglichst effizient zu nutzen", betont dazu Plank.

Aus diesem Blickwinkel heraus soll in Niederösterreich im heurigen
Jahr die Biomassewärme weiter ausgebaut werden. Auch Biogas als
Erdgasnetz wird als wichtiges Zukunftsthema gesehen. Dazu laufen
derzeit zahlreiche Vorarbeiten, Studien und Machbarkeitsanalysen;
erste Prototypanlagen zur Gasaufbereitung wurden bereits gebaut. Für
einen endgültigen Durchbruch ist hier allerdings ein gesetzlich
geregeltes Fördermodell in Analogie zum Ökostromgesetz erforderlich.
Als "visionäres Ziel" wird die Nutzung von Biogas in Fahrzeugen
gesehen.

Nähere Informationen: Büro LR Plank, Klaus Luif, Telefon
02742/9005-12705.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
http://www.noe.gv.at/nlk

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