- 13.01.2006, 10:35:13
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UVP-Prüfung für Hochwasserschutz Machland gestartet
Sobotka: Haben "win-win-Situation" erreicht
St. Pölten (NLK) - Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka informierte
heute in Amstetten über den Start der Umweltverträglichkeits-Prüfung
(UVP) zum Hochwasserschutzdamm Machland. "Unser Ziel ist, die
Situation in dieser Region für die niederösterreichische Bevölkerung
zu verbessern. Einerseits durch konkrete Hochwasserschutzbauten in
den niederösterreichischen Gemeinden, andererseits durch intensive
Mitsprache am oberösterreichischen Dammprojekt", so Sobotka. Durch
das gemeinsame Vorgehen mit der Umweltanwaltschaft und der
Kooperation mit dem Land Oberösterreich ist es gelungen, das Projekt
abzuändern. "Im Bezirk Amstetten ist man sehr konsequent vorgegangen,
um die niederösterreichische Seite künftig vor Hochwasser zu
schützen; die jetzige Situation ist für alle eine
‚win-win-Situation’. Dies ist ein zukunftsweisendes Projekt, das dem
Menschen Sicherheit und emotionale Hilfestellung geben soll",
erklärte Sobotka.
Das "Jahrhunderthochwasser" im Jahr 2002 war für eine
Konzeptänderung beim Dammprojekt im oberösterreichischen Machland
ausschlaggebend gewesen. Durch den ständigen Dialog mit
Oberösterreich konnten bei diesem Projekt zahlreiche Veränderungen
erwirkt werden.
In der Folge wird nun kein durchgehender 36 Kilometer langer Damm
errichtet, sondern ein durchlässiger, aus sieben Einzelteilen
bestehender Schutzdamm, welcher der Donau Retensionsflächen und Raum
gibt. Zusätzlich wurden die Erkenntnisse aus der
Hochwasserkatastrophe 2002 in das Projekt eingearbeitet.
Darüber hinaus wurde eine Aussiedleraktion gestartet, um dem
Gewässer zusätzlichen Platz zu geben. In Ardagger wurden 18 Familien
ausgesiedelt, der Hochwasserschutz wurde hier bereits fertiggestellt.
In Wallsee erhielten 19 Familien die Chance für einen Neubeginn. Hier
soll der Hochwasserschutz im Frühjahr dieses Jahres fertig sein. In
St. Pantaleon befindet man sich derzeit in der Detailprojektierung;
in Strengberg wurde bereits die Aussiedlung von 55 Familien
durchgeführt, in Neustadtl sollen 24 Objekte in das
Aussiedlungsprojekt aufgenommen werden, die Genehmigung der
generellen Förderzusage des Bundes steht kurz bevor. In Ybbs und
Persenbeug befinden sich Hochwasserschutzprojekte in der Planungs-
bzw. Ausarbeitungsphase.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der
Umweltverträglichkeitsprüfung, die jetzt durchgeführt wird, soll
heuer mit dem Bau des Dammprojekts begonnen werden. Die Realisierung
wird rund 10 Jahre dauern. Laut Studie können mit diesem Projekt
knapp 1.000 Häuser im Machland geschützt werden. Für die Menschen in
Oberösterreich wird dies einen dauerhaften Schutz vor Hochwasser
bedeuten.
Am 6. Februar wird die NÖ Umweltanwaltschaft Interessierten in den
betroffenen Strudengau-Gemeinden für Gespräche zur Verfügung stehen.
Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, Christian Rädler, Telefon
02742/9005-12319, e-mail [email protected].
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
http://www.noe.gv.at/nlk
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