- 10.01.2006, 11:36:24
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Mitarbeiter stellen Land gutes Zeugnis aus
Buchinger: Note "Zwei" für den Dienstgeber / Rücklauf bei den Fragebögen mit 57 Prozent erfreulich hoch
Salzburg (OTS) - Die Note "Zwei" geben die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Landes ihrem Dienstgeber. Das ist das Ergebnis einer
Befragung unter allen Bediensteten des Landes Salzburg. Die
Ergebnisse dieser Befragung wurden von Personalreferent Landesrat Dr.
Erwin Buchinger und Landesamtsdirektor Hofrat Dr. Heinrich-Christian
Marckhgott heute, Dienstag, 10. Jänner, in einem Informationsgespräch
präsentiert.
Der Rücklauf bei den Fragebögen war mit 57 Prozent erfreulich
hoch. Insgesamt haben sich 1.646 Mitarbeiter/innen an der Befragung
beteiligt. Rund 70 Prozent sind mit ihrer Arbeitssituation zufrieden,
eindeutig unzufrieden ist nur eine kleine Gruppe von fünf Prozent.
"Als Durchschnittsnote ergibt das ein 2,2 für den Arbeitgeber Land",
fasste Projektberater Dr. Christian Scharinger von der
Gebietskrankenkasse Oberösterreich zusammen. Die Studie wurde auf
Anregung von Buchinger im Oktober 2005 eingeleitet. Den Auftrag für
die Abwicklung erhielt die GKK Oberösterreich, die bereits
Erfahrungen mit Projekten ähnlicher Größenordnung machte. Das Land
Salzburg ist bundesweit das erste Bundesland, das eine derart
umfangreiche Mitarbeiter-Befragung, die neben Gesundheitsfragen auch
Führungsverhalten und Arbeitszufriedenheit beinhaltet, durchgeführt
hat.
Neben den guten Werten gab es allerdings auch Kritik: Die Hälfte
der Mitarbeiter/innen klagt über Zeitdruck, 40 Prozent über Stress
und Überbelastung. "Das ist kein ungewöhnlicher Wert, auch andere von
uns abgefragte öffentliche Einrichtungen haben ähnliche Ergebnisse.
Ganz allgemein kann man sagen, dass sich in den vergangenen Jahren
der öffentliche Dienst hier an die Privatwirtschaft angenähert hat:
Der Arbeitsdruck steigt in der ganzen Gesellschaft", interpretierte
Scharinger diese Ergebnisse.
Weit auffälliger seien die Werte bei den Fragen zur
Arbeitshaltung, zur Lärmbelastung, bei der ungünstigen Beleuchtung,
den beengten Arbeitsräumen und den subjektiv empfundenen
Sicherheitsmängeln. Für Landesamtsdirektor Marckhgott sind dies
"nachvollziehbare" und "verständliche" Werte: "Durch die massiven
Umbauten etwa am Mozartplatz sowie durch die Übersiedlung von
Dienststellen, die auch permanent mit kleineren Umbauten verbunden
sind, kommt es selbstverständlich zu stärkeren Belastungen." Das Land
habe durch das "Zusammenrücken" von Dienststellen aber auch viel Geld
gespart und Platz geschaffen, so der Landesamtsdirektor. Dennoch
werde man in der nächsten Zeit daran arbeiten, die längerfristig
wirkenden Belastungen abzubauen, zum Beispiel bei der unzureichenden
Beleuchtung oder der ungesunden Arbeitshaltung. Generell wird von den
Landesbediensteten die Qualifikations-Anforderung an die eigene
Arbeit als "hoch" beurteilt. Verantwortung, Tätigkeitsspielraum und
Aufgabenvielfalt werden als positiv empfunden.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
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