- 09.01.2006, 11:44:02
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ARBÖ: Pausenlose Panneneinsätze durch klirrende Kälte
Wenn das Herz des Autos stottert - Batterie-Infarkt durch Kälte
Wien (OTS) - Temperaturen zwischen minus fünf und minus acht Grad
Celsius haben die Panneneinsätze des ARBÖ im Osten Österreichs
verdoppelt und in Wien verdreifacht. Grund dafür sind eingefrorene
Kühlsysteme und Scheibenwaschanlagen, aber vor allem Batterien, die
bei abnehmenden Temperaturen erheblich an Leistungsfähigkeit
einbüßen.
Nicht nur der menschliche Körper verbraucht mehr Energie wenn es
eiskalt ist. "Kälte zehrt auch an den Kräften der Autobatterie, dem
Herzstück des Autos", warnt der ARBÖ. "Wenn dann die Batterie noch
dazu mangelhaft aufgeladen ist und das Auto nur für Kurzstrecken
genutzt wird, dann heißt es bald: Nix geht mehr - Patient tot", so
beschreibt der technische Leiters des ARBÖ, Gottfried Moser, die
häufigsten Ursachen des Batterie-Infarktes.
"Fahrstrecken unter 5 km führen allzu oft zum plötzlichen
'Batterietod'. Denn bei Kälte ist hier der Energieverbrauch größer
als der Aufladungseffekt." Ist die Batterie einmal leer, sollte sie
schnell wie möglich wieder geladen werden. Denn eine leere Batterie
kann einfrieren, was zu schweren Beschädigungen führt. "Und aus
mehren Wochen Koma gibt es oft kein Erwachen mehr", warnt der
technische Schulungsleiter des ARBÖ.
ARBÖ.Test hat ergeben: 35 Prozent aller Batterien sind
mangelhaft aufgeladen
Ein Test des ARBÖ hat ergeben, dass jede vierte getestete Batterie
bei tiefen Temperaturen (unter minus 10 Grad Celsius) Probleme machen
wird. Der Grund dafür: 35 Prozent aller Batterien waren nur halb
aufgeladen, bei 28 Prozent der getesteten Batterien waren die Pole
oxidiert, bei neun Prozent war die Lichtmaschine nicht mehr in
Ordnung, 8 Prozent wiesen Beschädigungen durch Säureaustritt auf, bei
acht Prozent saß der Keilriemen zu locker, bei 4 Prozent waren die
Kabel lose angesteckt. Erstaunlich war auch, dass 13 Batterien nur in
den Wagen hineingestellt und nicht befestigt waren.
"Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Wartung und Pflege des
Herzstückes des Autos besonders wichtig", betont Moser und rät nicht
nur Besitzern von Batterien älteren Datums zu einem Besuch beim
'Internisten'. "Wer zweimal im Jahr einen Herzcheck - zum Beispiel
beim ARBÖ-Internisten - durchführt , kann sich über eine längere
Lebensdauer seiner Energiequelle freuen". Der Batterietest ist für
ARBÖ-Mitglieder gratis.
Zum Batteriecheck gehört neben der Prüfung des Ladezustandes vor
allem auch der Test aller für die Ladung relevanter Komponenten, wie
zum Beispiel Keilriemen, Lichtmaschine, Kabelverbindungen etc.
Besonders wichtig: Bei extremer Kälte sollte man auch auf einen
Ölwechsel nicht vergessen. "Denn der Umstieg von Sommermotoröl auf
dünneres Winteröl ist lebenswichtig und trägt maßgeblich dazu bei,
ohne Herzrhythmusstörungen durch den Winter zu kommen", betont Moser.
Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Astrid Kasparek
Tel.: (++43-1) 89121-267
mailto:presse@arboe.at
http://www.arboe.at
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