• 04.01.2006, 12:50:10
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Harnoncourt bindet sich ans Theater an der Wien - weitere Pläne für Wiens neues Opernhaus

Wien (OTS) - Nikolaus Harnoncourt, der mit Sommer 2007 seine
Tätigkeit als wichtigster Operndirigent der Salzburger Festspiele
einstellt, bindet sich mittelfristig an das in diesen Tagen neu zu
eröffnende Theater an der Wien. Dessen Intendant Roland Geyer
bestätigt entsprechende Informationen des Nachrichtenmagazins NEWS in
der morgen erscheinenden Ausgabe.

Schon im Mozart-Jahr dirigiert Harnoncourt im Theater an der Wien
bekanntermaßen "Lucio Silla" und "Die Schuldigkeit des Ersten
Gebots". Hsrnoncourt hat sich indes bis 2008 an das Haus gebunden:
2007 bringt er die Haydn-Oper "Orlando Paladino" und 2008 "Rake’s
Progress" von Strawinski heraus. Geyer hofft noch auf weitere
Zusammenarbeit: "Etwas Wunderbareres kann dem Haus gar nicht
passieren, als dass Harnoncourt so gerne im Theater an der Wien
musiziert. Wir arbeiten seit acht Jahren zusammen, und das ist für
mich ein Erlebnis, vergleichbar nur mit den Begegnungen, die ich mit
Bernstein hatte. Das sind diese über die Musik hinaus einzigartigen
Menschen, die über aller Eifersucht und allen niederen Intrigen
stehen. Ich hoffe, dass seine Schaffenskraft noch lange anhält. 2009
ist sein 80. Geburtstag, da hätte ich viele Ideen. Aber wir haben uns
vorläufig auf den Zweijahresrhythmus verständigt."

Im NEWS-Gespräch gibt Geyer auch weitere Pläne zu den
Programmsäulen Barock - Mozart - 20. Jahrhundert bekannt. Für den
Barock-Bereich werden am Pult Christophe Roussett und René Jacobs
zuständig sein. Letztgenannter beginnt 2007 mit "Giulio Caesare"
(Regie: Christof Loy) einen Händel-Zyklus. Bertrand de Billy
übernimmt als Hauptdirigent die Werke des 20. Jahrhunderts, 2007
Poulencs "Les Dialoges des Carmélites" und 2008/09 Debussys "Pelleas
und Melisande". Überschneidungen mit der Staatsoper soll es - de
Billy und Fabio Luisi als Chefs der Hausorchester ausgenommen - nicht
geben. Geyer nennt die Regisseure Christof Loy, Keith Warner und
Martin Kusej als maßgeblich für seinen Spielplan. "Mit Andrea Breth
bin ich in einem konstruktiven Gesprächsdialog."

Als mitwirkende Sängerstars nennt er Thomas Hampson, Angelika
Kirchschlager, Bejun Mehta oder Bo Shovhus. Die nur 15 Konzerte pro
Jahr werden ausschließlich Mozart und Beethoven zugedacht sein.

Rückfragehinweis:

Sekretariat NEWS
    Chefredaktion
   Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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