- 04.01.2006, 10:51:20
- /
- OTS0052 OTW0052
"Jobmotor" Salzburg österreichweit Nummer 1
Buchinger: Weichenstellung im Lehrlingsbereich bemerkbar Burgstaller: Alle müssen an einem Strang ziehen
Salzburg (OTS) - Während bundesweit Monat für Monat neue Rekorde
bei den Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen sind, geht in Salzburg die
Arbeitslosigkeit seit drei Monaten in Folge zurück. Ende Dezember lag
die Arbeitslosigkeit in Österreich wieder um 3,1 Prozent über dem
Vergleichswert des Vorjahres, in Salzburg ging sie gegenüber dem
Vorjahr um 4,1 Prozent zurück. Die positive Entwicklung zieht sich
quer durch alle Branchen, vom Handel über den Tourismus bis hin zur
Industrie. Die Arbeitslosenquote beträgt in Salzburg zurzeit 5,0
Prozent, Salzburg liegt damit in Österreich an erster Stelle, noch
deutlich vor Tirol (5,5 Prozent) und Oberösterreich (6,1 Prozent).
Auffallend ist auch die sinkende Arbeitslosigkeit bei den Frauen
(minus 5,4 Prozent) sowie bei den Jugendlichen bis 24 (minus 5,7
Prozent). "Hier machen sich die Weichenstellungen im Lehrlingsbereich
bemerkbar, die das Land gemeinsam mit dem AMS schon im Herbst gesetzt
hat", kommentiert ein zufriedener "Mr. Arbeit" Landesrat Dr. Erwin
Buchinger die Ergebnisse.
Gemeinsam stark im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit
"Alle müssen an einem Strang ziehen", das sei das Salzburger
Erfolgsrezept, betont Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller. "Die
Landesregierung hat der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Top-Priorität
zuerkannt, jetzt können wir eine erste Trendwende verzeichnen.
Arbeitslosigkeit geht alle etwas an, wir müssen alle daran arbeiten,
quer über die Parteigrenzen hinweg. Ich möchte, dass in Salzburg um
jeden einzelnen Arbeitsplatz gekämpft wird." Dazu sei es notwendig,
die Unternehmen mit einer unkomplizierten Standortpolitik zu
unterstützen, so Burgstaller. Dazu gebe es einige sehr gute Ansätze,
wie zum Beispiel im industriepolitischen Abkommen mit der
Industriellenvereinigung, aber es müsse noch weitere Erleichterungen
geben, etwa durch den Abbau überflüssiger gesetzlicher Hürden im
Naturschutzrecht, betont Burgstaller: "Die Jobs müssen in Salzburg
bleiben, gerade wenn etablierte Unternehmen sich erweitern wollen."
Ein weiterer Grund für die guten Arbeitsmarktdaten in Salzburg sind
für Burgstaller die Bemühungen des Landes bei der Aus- und
Weiterbildung, sei es jetzt im Lehrlingsbereich oder über die
Arbeitsstiftungen oder den Bildungsscheck. "Nur mit einer guten
Ausbildung und hochwertigen Arbeitsplätzen werden wir im globalen
Wettbewerb Erfolg haben - Salzburg soll nicht mit Billiglohnländern
konkurrieren." Burgstaller lobte außerdem das gute Zusammenspiel von
Land, AMS und den Sozialpartnern im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit
als den wichtigen Erfolgsfaktor.
Sorgen über bundesweite Entwicklung
Sorgen mach Landesrat Erwin Buchinger jedoch die bundesweite
Entwicklung: Vor allem die "mangelnde Nachhaltigkeit" der Maßnahmen
der Bundesregierung stört Buchinger. "So werden 2006 zwar kurzfristig
die Mittel erhöht, 2007 und 2008 wird das Engagement des Bundes
jedoch wieder zurückgefahren. Das ist eine schwierige Aufgabe, vor
allem für das AMS. Mit guter Zusammenarbeit versuchen wir die
negativen Auswirkungen dieser Ho-Ruck-Politik abzufedern", erklärt
Buchinger, der aber unmissverständlich klarstellt: "350.000
Österreicherinnen und Österreicher brauchen langfristig einen
stabilen Arbeitsplatz und keine kurzfristigen Einmaleffekte."
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG






