"Jobmotor" Salzburg österreichweit Nummer 1

Buchinger: Weichenstellung im Lehrlingsbereich bemerkbar Burgstaller: Alle müssen an einem Strang ziehen

Salzburg (OTS) - Während bundesweit Monat für Monat neue Rekorde bei den Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen sind, geht in Salzburg die Arbeitslosigkeit seit drei Monaten in Folge zurück. Ende Dezember lag die Arbeitslosigkeit in Österreich wieder um 3,1 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres, in Salzburg ging sie gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent zurück. Die positive Entwicklung zieht sich quer durch alle Branchen, vom Handel über den Tourismus bis hin zur Industrie. Die Arbeitslosenquote beträgt in Salzburg zurzeit 5,0 Prozent, Salzburg liegt damit in Österreich an erster Stelle, noch deutlich vor Tirol (5,5 Prozent) und Oberösterreich (6,1 Prozent). Auffallend ist auch die sinkende Arbeitslosigkeit bei den Frauen (minus 5,4 Prozent) sowie bei den Jugendlichen bis 24 (minus 5,7 Prozent). "Hier machen sich die Weichenstellungen im Lehrlingsbereich bemerkbar, die das Land gemeinsam mit dem AMS schon im Herbst gesetzt hat", kommentiert ein zufriedener "Mr. Arbeit" Landesrat Dr. Erwin Buchinger die Ergebnisse.

Gemeinsam stark im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit

"Alle müssen an einem Strang ziehen", das sei das Salzburger Erfolgsrezept, betont Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller. "Die Landesregierung hat der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Top-Priorität zuerkannt, jetzt können wir eine erste Trendwende verzeichnen. Arbeitslosigkeit geht alle etwas an, wir müssen alle daran arbeiten, quer über die Parteigrenzen hinweg. Ich möchte, dass in Salzburg um jeden einzelnen Arbeitsplatz gekämpft wird." Dazu sei es notwendig, die Unternehmen mit einer unkomplizierten Standortpolitik zu unterstützen, so Burgstaller. Dazu gebe es einige sehr gute Ansätze, wie zum Beispiel im industriepolitischen Abkommen mit der Industriellenvereinigung, aber es müsse noch weitere Erleichterungen geben, etwa durch den Abbau überflüssiger gesetzlicher Hürden im Naturschutzrecht, betont Burgstaller: "Die Jobs müssen in Salzburg bleiben, gerade wenn etablierte Unternehmen sich erweitern wollen." Ein weiterer Grund für die guten Arbeitsmarktdaten in Salzburg sind für Burgstaller die Bemühungen des Landes bei der Aus- und Weiterbildung, sei es jetzt im Lehrlingsbereich oder über die Arbeitsstiftungen oder den Bildungsscheck. "Nur mit einer guten Ausbildung und hochwertigen Arbeitsplätzen werden wir im globalen Wettbewerb Erfolg haben - Salzburg soll nicht mit Billiglohnländern konkurrieren." Burgstaller lobte außerdem das gute Zusammenspiel von Land, AMS und den Sozialpartnern im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit als den wichtigen Erfolgsfaktor.

Sorgen über bundesweite Entwicklung

Sorgen mach Landesrat Erwin Buchinger jedoch die bundesweite Entwicklung: Vor allem die "mangelnde Nachhaltigkeit" der Maßnahmen der Bundesregierung stört Buchinger. "So werden 2006 zwar kurzfristig die Mittel erhöht, 2007 und 2008 wird das Engagement des Bundes jedoch wieder zurückgefahren. Das ist eine schwierige Aufgabe, vor allem für das AMS. Mit guter Zusammenarbeit versuchen wir die negativen Auswirkungen dieser Ho-Ruck-Politik abzufedern", erklärt Buchinger, der aber unmissverständlich klarstellt: "350.000 Österreicherinnen und Österreicher brauchen langfristig einen stabilen Arbeitsplatz und keine kurzfristigen Einmaleffekte."

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