• 03.01.2006, 13:11:08
  • /
  • OTS0119 OTW0119

Gas-Konflikt Ukraine: Österreichs Pelletsproduktion steht Gewehr bei Fuß

Biomasse kann im Wärmebereich Erdgas langfristig ersetzen

Wien (OTS) - "Die heimischen Pellets- und Heizkesselhersteller
sind langfristig in der Lage, den Wärmebedarf der heimischen
Bevölkerung sauber und kostengünstig zu decken" versichert Dipl. Ing.
Christian Rakos, Geschäftsführer von proPellets, der Dachorganisation
der heimischen Pelletswirtschaft.

Viele Österreicher haben die Zeichen der Zeit schon erkannt: Im
Jahr 2005 stieg die Zahl der in Österreich verkauften
Pelletsheizungen von 6.000 auf über 8.000 Stück an. Gleichzeitig
stieg die Produktion von Pellets von 320.000 Tonnen auf über 460.000
Tonnen an. Für das kommende Jahr wird eine weitere Steigerung auf
rund 580.000 Tonnen erwartet, weit mehr als im Inland zur Zeit
benötigt werden. Die Hälfte der heimischen Produktion geht derzeit in
den Export.

Die boomenden Exporte der österreichischen Pelletskesselhersteller
sind vor allem auf die überlegene heimische Verbrennungstechnologie
zurückzuführen. Christian Rakos: "Österreichs Pelletskesselhersteller
haben über 20 Jahre lang an der Optimierung der Verbrennung von
Hackschnitzel- und Pelletskesseln gearbeitet. Österreichische
Produkte sind sowohl im Hinblick auf Komfort und Betriebssicherheit,
als auch im Hinblick auf Umweltfreundlichkeit konkurrenzlos. Pellets
werden heute in Österreich ausschließlich aus Hobel- und Sägespänen
hergestellt. In Zukunft wird eine wesentlich breitere Rohstoffbasis
zum Einsatz kommen. Christian Rakos: "In Zukunft werden neben Spänen
auch andere Holzreste aus der Sägeindustrie, minderwertiges Holz aus
dem Wald und Holz aus so genannten Kurzumtriebswäldern große
Rohstoffmengen bereitstellen. Damit steht uns ein nachhaltiger
heimischer Rohstoff zur Verfügung, bei dem uns niemand plötzlich den
Hahn abdrehen kann. Rakos weiter: "Damit sind wir in der Lage
zukünftige Versorgungsengpässe in der Wärmebereitstellung schon im
vorhinein zu verhindern. Die Politik ist gefordert angesichts der
aktuellen Krise die enorme Chance, die in Unabhängigkeit und
Eigenversorgung liegen zu erkennen!" Ein breites Maßnahmenpaket,
beginnend mit forcierter Informationsarbeit über stabile
wirtschaftliche Anreize und förderliche administrative
Rahmenbedingungen fordert Rakos ein. "Ein breiter Konsens aus
Wirtschaft, Politik und Konsumenten für alle erneuerbaren
Energieträger könnte der Schlüssel für Österreichs soziale und
wirtschaftliche Zukunft sein," schließt Rakos.

Anhänge zu dieser Meldung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service sowie beim Aufruf der Meldung im Volltext
auf http://www.ots.at

Rückfragehinweis:
DI Dr. Christian Rakos
proPellets Austria
Tel. 0664-514 64 12
www.propellets.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ENP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel