- 03.01.2006, 12:53:15
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ÖAMTC: City-Maut ist absolut ungeeignet um Verkehr zu reduzieren
Klare Ablehnung seitens der Club-Experten
Wien (OTS) - "Pläne, für die Fahrt in Innenstädte von den
Autofahrern zusätzliche Gebühren zu verlangen, lehnt der ÖAMTC
entschieden ab", so ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth
Brugger-Brandau. Mit der Parkraumbewirtschaftung bestehen in
österreichischen Großstädten erfolgreiche Modelle zur Verringerung
des innerstädtischen Verkehrsaufkommens. "Eine zusätzliche City-Maut
ist keine geeignete Lenkungsmaßnahme zur Verkehrsreduktion im
Stadtgebiet, sondern eine ungerechte und rein fiskalische Maßnahme
zum Stopfen von Budgetlöchern. Schließlich fährt kaum jemand ohne
guten Grund in der Stadt spazieren", stellt die ÖAMTC-Expertin klar.
Der hohe Pkw-Anteil im Pendlerverkehr und der steigende
Durchfahrtsverkehr sind nicht durch eine City-Maut lösbar. "Man muss
die Probleme an ihrer Wurzel packen", so Brugger-Brandau. Folgende
Lösungsansätze sieht die Club-Expertin zur Verringerung des
innerstädtischen Verkehrsaufkommens:
* Ausbau des Park&Ride-Angebots an optimierten Standorten.
* Verbesserung der Umsteigemöglichkeiten vom Auto zu den öffentlichen
Verkehrsmitteln entlang des hochrangigen Straßennetzes an der
Peripherie.
* Ausbau des Nahverkehrsystems zur Qualitätsverbesserung für den
Pendlerverkehr.
* Rasche Errichtung des Verkehrsinformations- und
Verkehrsmanagementsystems am Autobahn-Netz und Zusammenführung mit
den innerstädtischen Verkehrsleitsystemen.
* Förderung von Mobilitätsinitiativen, beispielsweise
Fahrgemeinschaften.
* Errichtung von großräumigen Umfahrungsstraßen zur Verringerung des
Durchfahrverkehrs durch Ballungsräume (z.B. in Wien - Autobahnring).
Lokalaugenschein der Club-Experten in London
Die ÖAMTC-Experten haben kürzlich die City-Maut in London, die
immer wieder als Vorbild für Städte wie Wien oder Graz angedacht
wird, genauer unter die Lupe genommen. "Vor allem die Gespräche mit
unmittelbar betroffenen Londonern belegen, dass de facto von den
erwarteten Vorteilen - bessere Luftqualität, weniger Lärm, geringerer
Stau, Mehreinnahmen für die Stadt, etc. - wenig bis gar nichts übrig
geblieben ist", berichtet Brugger-Brandau. Hohe
Administrationskosten, komplizierte Abrechnung und Umsatzrückgänge
führen im Gegenteil vermehrt zu Frustration bei Betreiber,
Stadtbewohnern und Geschäftsleuten.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Claudia Kesche
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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