• 03.01.2006, 10:45:21
  • /
  • OTS0055 OTW0055

Landesklinikenholding arbeitet für das Wohl der Patienten

Sobotka: Durch Maßnahmenpaket steigern wir die Effizienz und senken die Kosten

St. Pölten (NÖI) - Anfang des Jahres 2005 übernahm das Land
Niederösterreich 8 Gemeindespitäler und damit 6.272 Dienstposten, um
die Gemeinden zu entlasten, für die die Krankenhäuser sonst
unfinanzierbar geworden wären. Weitere 8 Spitäler wurden mit 1.1.2006
Landeskliniken. Alle 22 Landesspitäler verursachen damit einen Umsatz
von 1 Mrd. Euro.

"Nur das professionelle Management durch die Landesklinikenholding
und ein effizientes Maßnahmenpaket ermöglichen die Finanzierung der
entstehenden Mehrkosten. Maßnahmen in den Bereichen Einkauf,
Informationstechnologie, Prozesssteuerung sowie Bau- und
Facilitymanagement bilden die Grundlage für die nachhaltige
Kostensenkung und ermöglichen dadurch Investitionen in den Ausbau und
die ständige Verbesserung unseres Gesundheitssystems", betont
Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka.

"Mit der Übernahme der Krankenhäuser durch das Land garantieren
wir nicht nur die bestmögliche medizinische Versorgung aller
Patienten, wir sichern auch Arbeitsplätze. Die Gemeinden hätten die
Spitäler auf lange Sicht nicht mehr finanzieren können. Also war das
Land an der Reihe, seine Verantwortung wahrzunehmen und hier
einzuspringen", erklärt Landesrat Sobotka weiter.

Die NÖ Landesklinikenholding ist operativer Motor der
Modernisierung des Gesundheitssystems. Sie garantiert den optimalen
Einsatz der 1,2 Mrd. Euro, die jährlich für den Betrieb der 27
Spitäler ausgegeben werden.
Durch Übernahme der 8 Spitäler hat das Budgetvolumen um rund 650 Mio.
Euro erhöht, der Betrieb der Anstalten verursachte 2005 Mehrkosten
von ca. 44 Mio. Euro. Für Investitionen in den neu übernommenen
Krankenhäusern sind 56,4 Mio. Euro zu finanzieren.

"Die Finanzierung der Krankenhäuser ist eine Herausforderung, die
es zu meistern gilt. Einen riesigen Schritt haben wir schon
geschafft: der Betriebsabgang entwickelte sich über die letzten Jahre
dramatisch. Ohne die Übernahme durch das Land wäre der Betriebsabgang
für die Gemeinden heuer auf bis zu 75 Mio. Euro angestiegen - von
24,3 Mio. Euro im Jahr 2002. Im Jahr 2006 wäre der Abgang weiter
angewachsen, auf bis zu 120 Mio. Euro. Durch die Übernahme durch das
Land und die Umsetzung eines effizienten Maßnahmenpakets können wir
den Betriebsabgang schon 2006 reduzieren", betont Sobotka.

Nur durch ein professionelles Management nach kaufmännischen und
medizinischen Kriterien können die Mehrkosten gedeckt werden. Vor
allem in den Bereichen Einkauf, Informationstechnologie,
Prozesssteuerung sowie Bau- und Facilitymanagement gibt es Potenzial
zur Steigerung der Effizienz.

Die NÖ Landesklinikenholding hat bereits 2005 die Basis für eine
Trendumkehr und Effizienzsteigerung gelegt.
Der Einkauf erfolgt über die Holding als Key Account - das bedeutet
bessere Preise aufgrund größerer Einkaufsmengen. Verhandlungen mit 6
Pharmafirmen über den günstigeren Einkauf von Medikamenten für alle
Landeskliniken brachten eine Einsparungsvolumen von 1,2 Mrd. Euro,
das sind 8% des verhandelten Einkaufsvolumens. Im Bereich des
Facility Managements stehen die zentrale Steuerung und die
Vereinheitlichung der Geräte im Vordergrund. Einige große Erfolge auf
diesem Sektor konnten bereits 2005 errungen werden: Beispielsweise
der Telefonvertrag mit UTA, der jährlich Einsparungen von 150.000
Euro bringt. Ein einheitliches Rechenzentrum für alle
Landeskrankenhäuser wurde eingerichtet, außerdem das Breitbandnetz
NÖMED-WAN umgesetzt. Das Projekt Patientenindex läuft ebenfalls noch
heuer an.

"Die NÖ Landesklinikenholding hat im vergangenen Jahr großartige
Arbeit geleistet. Die zahlreichen notwendigen Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung verbessern einerseits die Qualität der
medizinischen Versorgung weiter, andererseits werden finanzielle
Ressourcen frei, die wir in den weiteren Ausbau des
Gesundheitssystems investieren können", erklärt Sobotka.

Zahlreiche Aus- und Umbauprojekte konnten schon heuer fertig
gestellt werden. So zum Beispiel der Neubau am Landesklinikum St.
Pölten, die Errichtung einer Abteilung für Kinder- und
Jugendpsychiatrie in Landesklinikum Thermenregion Hinterbrühl oder
die Umbauarbeiten am Landesklinikum Weinviertel Mistelbach. Andere
Bauprojekte befinden sich in Umsetzung. Insgesamt werden 770 Mio.
Euro in des Ausbau des Gesundheitssystems investiert.

"Niederösterreich bekennt sich zu seinen Spitalsstandorten und
garantiert deren Finanzierung, damit gewährleistet bliebt, dass jeder
Niederösterreicher in 30 Minuten ein Spital erreichen kann", so
Sobotka weiter. "Die Landesklinikenholding kann für das Jahr 2005
eine beeindruckende Bilanz vorweisen. Durch dieses professionelle und
moderne Management ist eine Trendumkehr im finanziellen Bereich ab
2006 möglich. Damit sichern wir in Niederösterreich auch weiterhin
die beste Gesundheitsversorgung für alle Patienten."

Rückfragehinweis:
VP Niederösterreich
Presse
Tel.: 02742/9020 - 140
http://www.vpnoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel