Weninger: Niederösterreich an trauriger Spitzenposition bei Pleiten

Wirtschaft kann es nur gut gehen, wenn Menschen Geld für Konsum haben

St. Pölten, (SPI) - "Niederösterreich nimmt in der aktuellen Pleitenstatistik einen traurigen Spitzenplatz ein! Trotz der Versuche von Landesseite positive Impulse zu setzten, bleibt eben niemand von den Auswirkungen der verfehlten Wirtschaftspolitik des Bundes verschont", so der Wirtschaftssprecher der SPNÖ, Klubobmann LAbg. Hannes Weninger. Das Jahr 2005 brachte für Österreich einen Pleitenrekord mit sich. Die Zahl der Firmeninsolvenzen kletterte um 11,1 Prozent auf den absoluten Rekordwert von 7.018 Fällen. Noch gravierender war die Zahl der Privatkonkurse. Hier betrug der Zuwachs 15,7 Prozent, in absoluten Zahlen waren es 6.446 Fälle! "Besonders schlimm ist, dass hier ja auch die Zahl der betroffenen Dienstnehmer massiv steigt. Die Zahl der Betroffenen ist um 3,3 Prozent auf insgesamt 21.900 Personen gestiegen. Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten eine dramatische Zahl", so Weninger weiter.****

Niederösterreich nimmt im österreichweiten Vergleich einen traurigen Spitzenplatz ein. "Insgesamt gab es in unserem Bundesland 1.014 Insolvenzen, davon waren 725 Privatinsolvenzen. Das ist nach Wien die höchste Zahl! Insgesamt betrug der Anstieg der Pleiten in Niederösterreich 20,9 Prozent, auch diese massive Zunahme bedeutet für Niederösterreich einen Negativrekord. Höhere Steigerungswerte haben nur Tirol und Salzburg zu verzeichnen. "Wenn es bisher noch einer Verdeutlichung der verfehlten Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bedurft hat, dann ist wohl mit diesen Zahlen jede weitere Erläuterung überflüssig. Die Regierung hat mit ihrer desaströsen Wirtschaftspolitik die Klein- und Mittelständischen Unternehmen massiv unter Druck gesetzt. Die anhaltende Aushungerungstaktik zeigt drastische Folgen! Es wird Zeit, dass man endlich begreift, dass es der Wirtschaft nur dann gut gehen kann, wenn die Menschen auch Geld haben, um es auszugeben und damit die Produkte der Wirtschaft zu konsumieren. Jede Belastung für die Menschen, gleich ob Pensionskürzungen, die Erhöhung der Kfz-Steuer, die Steuerbelastung für Energie und Brennstoffe, die Studiengebühren oder die Verteuerung von Reisepässen, um hier nur einige exemplarisch zu nennen - jede dieser Belastungen führt dazu, dass die Menschen weniger Geld haben und die Wirtschaft weniger verkauft. Es wird Zeit, dass auch die Bundesregierung diesen Kreislauf begreift, ehe die Folgen für unser Land irreversibel sind", so Weninger abschließend. (Schluss) kr

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