- 30.12.2005, 09:04:00
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Weninger: Niederösterreich an trauriger Spitzenposition bei Pleiten
Wirtschaft kann es nur gut gehen, wenn Menschen Geld für Konsum haben
St. Pölten, (SPI) - "Niederösterreich nimmt in der aktuellen
Pleitenstatistik einen traurigen Spitzenplatz ein! Trotz der Versuche
von Landesseite positive Impulse zu setzten, bleibt eben niemand von
den Auswirkungen der verfehlten Wirtschaftspolitik des Bundes
verschont", so der Wirtschaftssprecher der SPNÖ, Klubobmann LAbg.
Hannes Weninger. Das Jahr 2005 brachte für Österreich einen
Pleitenrekord mit sich. Die Zahl der Firmeninsolvenzen kletterte um
11,1 Prozent auf den absoluten Rekordwert von 7.018 Fällen. Noch
gravierender war die Zahl der Privatkonkurse. Hier betrug der Zuwachs
15,7 Prozent, in absoluten Zahlen waren es 6.446 Fälle! "Besonders
schlimm ist, dass hier ja auch die Zahl der betroffenen Dienstnehmer
massiv steigt. Die Zahl der Betroffenen ist um 3,3 Prozent auf
insgesamt 21.900 Personen gestiegen. Angesichts der aktuellen
Arbeitsmarktdaten eine dramatische Zahl", so Weninger weiter.****
Niederösterreich nimmt im österreichweiten Vergleich einen traurigen
Spitzenplatz ein. "Insgesamt gab es in unserem Bundesland 1.014
Insolvenzen, davon waren 725 Privatinsolvenzen. Das ist nach Wien die
höchste Zahl! Insgesamt betrug der Anstieg der Pleiten in
Niederösterreich 20,9 Prozent, auch diese massive Zunahme bedeutet
für Niederösterreich einen Negativrekord. Höhere Steigerungswerte
haben nur Tirol und Salzburg zu verzeichnen. "Wenn es bisher noch
einer Verdeutlichung der verfehlten Wirtschaftspolitik der
Bundesregierung bedurft hat, dann ist wohl mit diesen Zahlen jede
weitere Erläuterung überflüssig. Die Regierung hat mit ihrer
desaströsen Wirtschaftspolitik die Klein- und Mittelständischen
Unternehmen massiv unter Druck gesetzt. Die anhaltende
Aushungerungstaktik zeigt drastische Folgen! Es wird Zeit, dass man
endlich begreift, dass es der Wirtschaft nur dann gut gehen kann,
wenn die Menschen auch Geld haben, um es auszugeben und damit die
Produkte der Wirtschaft zu konsumieren. Jede Belastung für die
Menschen, gleich ob Pensionskürzungen, die Erhöhung der Kfz-Steuer,
die Steuerbelastung für Energie und Brennstoffe, die Studiengebühren
oder die Verteuerung von Reisepässen, um hier nur einige exemplarisch
zu nennen - jede dieser Belastungen führt dazu, dass die Menschen
weniger Geld haben und die Wirtschaft weniger verkauft. Es wird Zeit,
dass auch die Bundesregierung diesen Kreislauf begreift, ehe die
Folgen für unser Land irreversibel sind", so Weninger abschließend.
(Schluss) kr
Rückfragehinweis:
Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
mailto:[email protected]
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